Galaxy S4 Speicherproblematik: Samsung reagiert auf Kritik

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samsung galaxy s4

Kurz nach dem Erscheinen des Galaxy S4 nimmt Samsung zur Kritik an seiner Programmverwaltung Stellung.

Der integrierte 16-Gigabyte-Speicher des Samsung Galaxy S4 lässt den Nutzern lediglich gute neun Gigabyte zur freien Verwendung übrig, der Rest wird vom System und bereitgestellten Apps eingenommen. Jetzt hat Samsung dazu Stellung bezogen und die eigene Politik gerechtfertigt.

CNet UK hatte eine Anfrage an Samsung gerichtet, welche der Konzern nun in einer öffentlichen Stellungnahme beantwortet hat. In einer Mitteilung hieß es, der enorm hohe Speicherverbrauch sei der starken Displayauflösung sowie intelligenter Funktionen geschuldet, welche die Nutzer um eine „ultimative mobile Erfahrung” bereichern würden, so Samsungs Statement. Als Ausweichmöglichkeit verwies man auf die Möglichkeit einer Erweiterung mittels externer microSD-Karte, für die das S4 eine Anschlussmöglichkeit bietet.

Fast sieben von 16 verfügbaren Gigabyte nimmt das vorinstallierte Set aus System und Apps in Anspruch. Da der Konzern offenbar auf keine der Installationen verzichten möchte, sind die Käufer des S4 wohl oder übel darauf angewiesen, für die Nutzung zusätzlicher Kapazitäten den Geschwindigkeitsverlust in Kauf zu nehmen, welcher die Verwendung von microSD-Karten impliziert.

Auf microSD-Karten können keine Apps gespeichert werden

Über microSD angeschlossene Karten eignen sich jedoch nur für die Speicherung und Übertragung von Fotos, Videos und Musikstücken, nicht aber zur Installation zusätzlicher Apps. Ohne Root-Rechte können Apps aus dem App Store Googles nur auf dem integrierten Speicher eingerichtet werden. Programme wie Spiele, die hohe Speicherkapazitäten benötigen, aber auch sehr stark den Prozessor und die Grafikleistung beanspruchen, müssen notgedrungen auch auf dem internen Speicher installiert werden. Aktuelle hochauflösende Grafikumgebungen benötigen eine Unmenge von Speicherkapazität. Hinzu kommt, dass viele Streaming-Anbieter – wie beispielsweise das beliebte Spotify – im Offline-Betrieb nur mit dem integrierten Speicher harmonieren. Diese Faktoren erschweren die Notlage des kleinen 16-GB-Speichers.

Ein Entgegenkommen Samsungs bestünde beispielsweise darin, die Entfernung voreingestellter Apps zu ermöglichen. Wenige Nutzer benötigen jedes dieser Programme. Für Samsung wäre es ein kleiner Schritt, die Löschung zuzulassen – von der Nichtnutzung Speicher besetzender Programme profitiert schätzungsweise niemand in diesem Spiel.

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