Mit der Allergie leben

Bonn (ots) –

Bei Hunden und Katzen sind Allergien keine Seltenheit. Genauso vielfältig wie die Symptome sind die Ursachen für allergische Reaktionen. Das macht die Diagnose schwierig. Im schlimmsten Fall steckt eine entzündliche Hauterkrankung, die atopische Dermatitis, dahinter. Auch Flohspeichel kann Allergien hervorrufen, andere Hunde reagieren empfindlich auf Umwelteinflüsse aller Art. An dritter Stelle steht bei Hunden die Futtermittelallergie, bei Katzen ist sie sogar die zweithäufigste Allergie.

Futtermittelallergien beeinträchtigen den Magen-Darm-Trakt der Tiere. Sie leiden unter Appetitlosigkeit, Durchfällen oder Erbrechen, nehmen ab, werden möglicherweise reizbar oder auch hyperaktiv. Starker Juckreiz mit Hautentzündungen sind weitere typische Symptome. Heilbar ist eine Futtermittelallergie nicht, das Krankheitsbild lässt sich jedoch kontrollieren. Hilfreich ist ein Ernährungstagebuch, in dem der Tierhalter akribisch festhält, was alles im Futternapf landet. In der Regel wird der Tierarzt dann eine Eliminationsdiät vorschlagen. Sie ist nach wie vor das Mittel der Wahl. Hierbei ersetzt der Hundehalter die gewohnte Ration durch ein Futter, mit dem der Hund zuvor noch nie in Berührung gekommen ist. Exotische Fleischsorten wie Straußenfleisch liefern dann die Proteine, Süßkartoffeln sind beispielsweise geeignet, den Kohlenhydratbedarf zu decken. Diese Fütterungsphase dauert in der Regel mehrere Wochen. Anderes Futter, auch Leckerlis oder die kleine Belohnung vom Tisch der Familie außer der Reihe, sind strikt verboten. Das erfordert bei Hund, Katze und Herrchen eine eiserne Disziplin.

Viele Tierhalter entscheiden sich, eine erfolgreich verlaufende Eliminationsdiät ein Hunde- oder Katzenleben lang weiterzuführen. Andere möchten mehr über die auslösenden Allergene erfahren. Dabei hilft die sogenannte Provokationsprobe, bei der einzelne Bestandteile des früheren Futters sukzessive ergänzt werden. Kehren die Symptome zurück, hat man Gewissheit, welcher Futterbestandteil die Allergie hervorgerufen hat. Begleitend zur Futterumstellung kann der Tierarzt Medikamente verschreiben, die den Juckreiz unterdrücken oder andere krankhafte Symptome mildern.

Weitere Informationen zum Thema Allergien finden Sie hier: http://ots.de/5WaJ05

und hier: http://ots.de/1hXyJI

Quellenangaben

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