Internationale Geberkonferenz in Brüssel

Bonn (ots) – An der aktuell in Brüssel stattfindenden Syrien-Geberkonferenz nehmen rund 80 Länder und Organisationen teil. Auf der Konferenz wird unter anderem über weitere finanzielle Hilfen für das zerrüttete Bürgerkriegsland gesprochen.

„Es ist gut, dass sich die Staaten für Syrien treffen und über weitere Hilfsmaßnahmen reden. Trotzdem ist die humanitäre Lage so katastrophal, dass Syrien mehr denn je internationale Unterstützung auch von den Zivilgesellschaften benötigen wird“, sagt der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer. In den ersten Monaten dieses Jahres haben sich die Lebensbedingungen für Hunderttausende Zivilisten weiter verschlechtert. Allein zwischen Januar und April 2018 sind mehr als 700.000 Menschen vertrieben worden, viele von ihnen mehrfach.

Zusätzlich verschärft wurde die Lage vor allem durch die Kämpfe in den Regionen Ost-Ghouta und Afrin. Im Rahmen des UN-Hilfseinsatzes hat auch das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) seine Operationen in den beiden Regionen massiv ausgeweitet und beschleunigt. „Deshalb werden zusätzliche Gelder für die UNHCR-Einsätze in anderen Regionen Syriens benötigt. Mehr als 2,3 Millionen Menschen leben nach wie vor unter lebensgefährlichen Bedingungen in schwer erreichbaren und belagerten Gebieten“, so Peter Ruhenstroth-Bauer.

Die Zahlen sind erschreckend. Derzeit benötigen mehr als 13 Millionen Syrer humanitäre Hilfe. Etwa 69 Prozent aller Syrer leben in extremer Armut. Darunter sind etwa sieben Millionen Kinder und Jugendliche, die die Hauptleidtragenden der Gewalt sind. Im letzten Jahre wurden mindestens 910 Kinder im Syrienkrieg getötet und 361 durch Granaten, Bomben und Minen verstümmelt.

Aufgrund des immensen Hilfsbedarfs für syrische Flüchtlinge und Vertriebene bittet die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Partner des UNHCR, dringend um Spenden.

Weitere Informationen zum Syrienkonflikt und Spenden online unter: www.uno-fluechtlingshilfe.de/spenden-syrien-nothilfe

Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene in Syrien: Spendenkonto UNO-Flüchtlingshilfe Sparkasse Köln-Bonn IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50 BIC: COLSDE33 Stichwort: Nothilfe Syrien

Quellenangaben

Textquelle:UNO-Flüchtlingshilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/63012/3927054
Newsroom:UNO-Flüchtlingshilfe e.V.
Pressekontakt:Dietmar Kappe
Tel. 0228-90 90 86-41
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