Wir Müllsünder Kommentar zum Dreck auf den Straßen

Mainz (ots) – Gelegenheit macht nicht nur Diebe, sondern auch Müllsünder. Je mehr „Zum Mitnehmen“-Einwegverpackungen in den Läden angeboten werden, desto mehr davon landen auf dem Boden statt im Mülleimer. Diese Wegwerf-Unsitte ist die direkte Folge der „To go“-Kultur. Wer die Sauberkeit in den Innenstädten erhöhen möchte, sollte also zunächst einmal dafür sorgen, dass der Müll gar nicht erst entsteht – ein Anfang hierzu sind schon kleinere Initiativen zum Beispiel von Bäckereien, die ihre Kunden dazu animieren, für ihren Kaffee auf Mehrwegbecher umzusteigen. Das größte Problem sind aber natürlich die Verbraucher. Wer seinen Müll auf die Straße wirft, tut dies aus vier Gründen: Weil er schlecht erzogen wurde (wobei gute Erziehung in diesem Fall nicht bedeutet, ständig zu belehren, sondern als Eltern ein gutes Beispiel zu geben), weil er seither nichts dazugelernt hat, weil er keine Hilfe erhält, es richtig zu machen – mal fehlen Mülleimer, mal sind sie überfüllt – und weil er keine Bestrafung zu befürchten hat. Die schlechte Erziehung können Stadtverwaltungen nicht mehr ganz korrigieren. Aber sie können erstens durch pfiffige, auffällige Kampagnen dafür sorgen, dass Bürgern bewusst(er) wird, wenn sie buchstäblich Mist bauen. Zweitens sind sie dafür verantwortlich, dass genügend Mülleimer zur Verfügung stehen, die auch häufig genug geleert werden, selbst wenn dies mehr Geld kostet. Und schließlich: Mehr Kontrollen und höhere Bußgelder sind unumgänglich. Dies ist nicht gleich der Eintritt in den Überwachungsstaat, sondern eine notwendige Erziehungsmethode für die Unbelehrbaren.

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