Söders Kreuz-Beschluss löst „Unbehagen“ im Bistum Essen aus

Düsseldorf (ots) – In den Dienstgebäuden des Freistaats Bayern sollen ab Juni Kreuze hängen – das hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen. Jetzt weist das Bistum Essen diese Maßnahme als Instrumentalisierung des Kreuzes für politische Zwecke zurück. „Auf den ersten Blick ist es sicher erfreulich, wenn das Kreuz als Symbol des Christentums so öffentlich wertgeschätzt wird“, teilte ein Bistumssprecher der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Online-Ausgabe) mit. „Allerdings nur, wenn dieser Schritt nicht primär politisch motiviert ist. Vor diesem Hintergrund löst die Initiative des bayerischen Ministerpräsidenten Unbehagen aus.“ Wie Söder ausdrücklich betone, sei das Kreuz für ihn nicht Symbol einer Religion, sondern „sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland“. Diese Einschätzung entspreche nicht dem Verständnis des Bistums. Für Christen sei das Kreuz Symbol der Hoffnung für alle Menschen, dass das Leben nicht mit dem Tod zu Ende sei. „Es ist jenen recht zu geben, die den Verdacht hegen, dass das Kreuz in Bayern zweckentfremdet und gewissermaßen instrumentalisiert wird“, heißt es in der Stellungnahme des Bistums. „Es ist wohl kaum davon auszugehen, dass eine nordrhein-westfälische Landesregierung eine ähnliche Idee hätte.“

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