„Organspende wertschätzen und in die Mitte der Gesellschaft tragen“

Frankfurt am Main (ots) – Was wäre, wenn… jeder von uns einen Organspendeausweis hätte, die Frage nach der Organspende eine Selbstverständlichkeit wäre und an vielen Orten in Deutschland Organspender und ihre Angehörigen für ihre selbstlose Entscheidung geehrt würden? Was wäre, wenn die Organspende selbst im stressigen Klinikalltag als selbstverständliche und lebensrettende Chance betrachtet würde, den Willen des Verstorbenen umzusetzen und gleichzeitig schwer kranken Patienten zu helfen. Dann wäre ein großer Schritt getan hin zu einer Kultur der Organspende, wie wir sie aus anderen Ländern kennen.

Die Realität sieht jedoch anders aus und Deutschland bildet nahezu das Schlusslicht bei den Organspendezahlen im Vergleich der europäischen Länder. In 2017 ist die Anzahl der Organspender sogar auf einen Tiefstand der vergangenen 20 Jahre gesunken. Warum tun wir uns in Deutschland immer noch so schwer mit diesem Thema, das Leben retten und verlängern kann, wenn ein anderes zu Ende gegangen ist? Umso wichtiger ist es, am 2. Juni den 797 Organspendern und deren Familien aufrichtig zu danken. Durch sie konnten im vergangenen Jahr 2594 Organe transplantiert werden, um schwer kranken Patienten ein neues Leben zu ermöglichen.

Seit nunmehr 36 Jahren ist der erste Samstag im Juni ein Tag des Dankes gegenüber allen Organspendern und ihren Angehörigen und gleichzeitig auch ein Tag der Aufklärung und des Anstoßes für jeden Einzelnen, sich mit der Organspende auseinanderzusetzen und für die Ärzte und Pflegekräfte, sich in den Krankenhäusern auf den Intensivstationen dafür einzusetzen.

Die zentrale Veranstaltung zum Tag der Organspende am 2. Juni 2018 findet in Saarbrücken statt. Das ureigene Motto der Saarländer „Großes entsteht immer im Kleinen“ verdeutlicht einmal mehr, dass auch kleine Schritte zum Ziel führen. Eine Kultur der Organspende, bei der das Denken an und die Frage nach einer Organspende am Lebensende zu einer Selbstverständlichkeit werden, kann nur in kleinen Schritten und einem gesamtgesellschaftlichen Konsens entstehen.

Feste Programmpunkte beim Tag der Organspende sind ein ökumenischer Dankgottesdienst, Informationszelte sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Musik und informativen Interviews mit Betroffenen und Experten.

Alle Infos zur zentralen Veranstaltung zum Tag der Organspende am 2. Juni 2018 in Saarbrücken

Der Tag der Organspende will beides: danken und aufklären. Mit Vorurteilen aufräumen und ganz unmittelbar zeigen, wie viel Glück ein kleines Kreuz im Organspendeausweis bewirken kann.

Schirmherrschaft: Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlandes Motto: „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“ Wo: Tbilisser Platz Wann: 10 bis 18 Uhr Was: Ökumenischer Dankgottesdienst in der Ludwigskirche Bühnenprogramm mit Musik und Gesprächen Info-Pavillons Aktionen Wer: Bundesverband der Organtransplantierten e.V., Bundesverband Niere e.V., Lebertransplantierte Deutschland e.V., Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Deutsche Stiftung Organtransplantation, Deutsche Transplantationsgesellschaft, Ministerium Saarland

Infotelefon Organspende

Alle, die noch Fragen zur Organspende und Transplantation haben, erhalten auch am Samstag, den 2. Juni 2018 von 9 Uhr bis 16 Uhr individuelle Antworten über das Infotelefon Organspende unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/90 40 400.

Das Infotelefon Organspende ist ansonsten von Montag bis Freitag zwischen 9 Uhr und 18 Uhr erreichbar. Ein qualifiziertes Team beantwortet Fragen zur Organspende und Transplantation. Der Organspendeausweis sowie kostenlose Informationsmaterialien können beim Infotelefon telefonisch oder per E-Mail an infotelefon@organspende.de bestellt werden.

Quellenangaben

Textquelle:Deutsche Stiftung Organtransplantation, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/34285/3927564
Newsroom:Deutsche Stiftung Organtransplantation
Pressekontakt:Tag der Organspende Saarbrücken
c/o Deutsche Stiftung Organtransplantation
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