„Kontrolle statt Kosmetik!“ – BLM-Chef Siegfried Schneider zu WhatsApp ab 16

München (ots) – Siegfried Schneider, der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), plädiert für echten Schutz personenbezogener Daten junger WhatsApp-User: „Das Mindestalter auf 16 Jahre heraufzusetzen, ohne den Altersnachweis zu kontrollieren, ist reine Kosmetik. WhatsApp sollte das Alter seiner Nutzer durch den Einsatz entsprechender technischer Mittel kontrollieren. Nur so kann das durchdachte und wünschenswerte Ziel der neuen Datenschutz-Grundverordnung, Kindern und Jugendlichen bei personenbezogenen Daten einen besonderen Schutz zukommen zu lassen, wirklich erreicht werden.“

Der Messaging-Dienst WhatsApp hatte diese Woche bekannt gegeben, zur Umsetzung der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) das Mindestalter für seine Nutzer von 13 auf 16 Jahre anzuheben. Da die DS-GVO dafür keine Alterskontrolle verlangt, könnten Kinder und Jugendliche einfach ein falsches Alter angeben. Zudem werden die Eltern, die berechtigt wären, einer Nutzung vor dem 16. Geburtstag zuzustimmen, durch die geplante Alters-Abfrage nicht wirklich einbezogen. Sie bekommen davon im Zweifelsfall gar nichts mit.

Kompetent und selbstbestimmt mit den eigenen Daten umzugehen, bleibt daher wichtiger denn je. Die BLM hat daher die Broschüre „Selbstdatenschutz! Tipps, Tricks und Klicks“ herausgegeben, um Eltern und pädagogisch Tätige, Kinder und Jugendliche bei dem verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten zu unterstützen. Sie kann unter https://www.blm.de/aktivitaeten/medienkompetenz/materialien.cfm kostenfrei bestellt werden.

Quellenangaben

Textquelle:BLM Bayerische Landeszentrale für neue Medien, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/62483/3927724
Newsroom:BLM Bayerische Landeszentrale für neue Medien
Pressekontakt:Stefanie Reger
Pressesprecherin
Tel.: (089) 638 08-315
stefanie.reger@blm.de

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