SWR Fernsehen Programmhinweise und -änderungen von 26.04.18 (Woche 17) bis 08.06.18 (Woche 23)

Baden-Baden (ots) – Donnerstag, 26. April 2018 (Woche 17)/26.04.2018

22.45 Kunscht! Kultur im Südwesten Moderation: Denis Scheck

Die Themen der Sendung mit Moderator Denis Scheck sind:

– Provokation, PR-Coup oder Theaterposse? – Viel Rummel um die Aufführung von George Taboris „Mein Kampf“ am Theater Konstanz. „Kunscht!“ war bei der Premiere.

– Von Teheran nach Ludwigsburg – die iranische Trickfilmerin Shadi Adib und ihr Abschlussfilm „Fuse“ im internationalen Wettbewerb beim Trickfilm-Festival in Stuttgart.

– Bewegte Bilder, bewegende Geschichten! Das 25. Internationale Trickfilm-Festival in Stuttgart – Denis Scheck im Gespräch mit Festivalleiter Ulrich Wegenast.

– Kapitalismuskritik, knallbunt mit viel Witz und Ironie – die argentinische Künstlerin Mika Rottenberg im Kunsthaus Bregenz.

– Was würde Beethoven eigentlich heute machen? – Ein Probenbesuch beim Podium Festival in Esslingen.

– Der Sprung ins Wasser, ins Ungewisse – die Uraufführung „Argo“ bei den Schwetzinger SWR Festspielen.

– Außerdem: Kulturtipps

Freitag, 27. April 2018 (Woche 17)/26.04.2018

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher Nichts zu bereuen? – Von verpassten Chancen

Alle kennen das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Um die Welt reisen, das Hobby zum Beruf machen oder um die große Liebe kämpfen. Warum gibt man seine Lebensträume auf? Schnell tut man seine Wünsche und Träume als unvernünftig, egoistisch oder unmöglich ab. Doch sie lassen einen trotzdem nicht los. „Was wäre gewesen? Wie wäre mein Leben verlaufen?“ Fragen, die oft Menschen ein Leben lang begleiten. Wenn Reue aufsteigt, dann ist es ein unangenehmes, oft schmerzhaftes Gefühl. Es erzeugt emotionalen Stress und kann laut Studien Lebenszeit kosten. Wenn man erkennt, was man bitterlich bereut, dann lassen sich manche Gelegenheiten mit etwas Glück und etwas Mut nachholen. Zum Beispiel, wenn man sich mit 70 doch noch endlich den verrückten Lebenstraum erfüllt, der einen schon seit seiner Jugend umgetrieben hat. Doch bei weitem nicht für alles gibt es eine zweite Chance. Manchmal schieben Menschen etwas so lange auf, bis es einfach zu spät ist. Und wenn sie eine Fehlentscheidung treffen, die weitreichende Konsequenzen hat, die nicht nur ihnen, sondern auch anderen schadet, dann bereuen und bedauern sie etwas, das unwiederbringlich verloren ist. Spätestens am Sterbebett blicken die Menschen auf ihr Leben zurück und erkennen, was sie verpasst haben. Viele bedauern, nicht das gelebt zu haben, was sie eigentlich glücklich gemacht hätte. Vielleicht, zu viel Zeit mit der Arbeit statt mit Familie und Freunden verbracht zu haben. Aus diesen Berichten können alle lernen, früh darauf zu hören, was wichtig ist. Was bereuen Menschen in ihrem Leben? Wie gehen sie richtig mit ihrem Bedauern um? Und was können sie dank Reue lernen – aus ihren Fehlern und über sich selbst?

Die Gäste bei Michael Steinbrecher:

Vor 25 Jahren übernahm Axel Geiser die Metzgerei seiner Eltern. Er und seine Frau arbeiteten rund um die Uhr, um ihre fünfköpfige Familie zu ernähren, bis sie beschlossen: Wir steigen aus. Anfang dieses Jahres bauten sie sich ein Haus an der Mecklenburgischen Seenplatte – weil sie nicht irgendwann bereuen wollen, ihr Leben nicht gelebt zu haben. „Immer wieder bohrte es in mir“, sagt Geiser. „Was ich heute versäume, kann ich irgendwann nicht mehr nachholen.“

Ohne Reue leben, das will auch Autor Michel Ruge. Aufgewachsen als Sohn eines Bordellbesitzers, führte er jahrzehntelang ein Leben voller Affären und wilder Partys, stand auf der Todesliste der türkischen Mafia, arbeitete als Türsteher, Personenschützer und Schauspieler. „Ich bereue nichts“, erklärt der Lebemann. „Alles, was ich getan habe, ist die Summe dessen, was ich bin.“

Dass oft erst Umwege zum Glück führen, erlebte Kerstin Berg. Aus einem Urlaubsflirt in Frankreich wurde schnell die große Liebe. Doch für einen Umzug fehlte ihr mit Anfang 20 der Mut. So trennten sich ihre Wege, beide heirateten und bekamen Kinder. Erst nach 27 Jahren trafen sie sich wieder und gaben ihrer Liebe eine zweite Chance. „Dass die Gefühle erneut so aufflammen, damit hätte ich nicht gerechnet“, sagt Kerstin Berg.

Keine Chancen verpassen: Das ist das Lebensmotto von Claudia Cardinal: „Ich habe früh verstanden, dass ich nicht viel Zeit habe. Darum kreiere ich mir selbst meine Glücksmomente.“ Nach dem Tod ihrer sechsjährigen Tochter ließ sie sich zur Sterbe- und Trauerbegleiterin ausbilden. Die Krebserkrankung ihres Partners, der vor kurzem verstarb, zwang sie einmal mehr dazu, die verbleibende Zeit gemeinsam voll auszukosten.

Reue angesichts des Todes ist umso belastender, wenn ein Gefühl der Schuld zurückbleibt. Heinz Dieter Lindemann brach den Kontakt zu seinem Sohn ab, nachdem dieser auf die schiefe Bahn geraten war. Dann erreichte ihn die schockierende Nachricht: Sein Sohn war in einem Obdachlosenheim ermordet worden. „Es bringt mich zur Verzweiflung, dass ich das alles verhindern hätte können“, sagt Lindemann, der an diesem Verlust zerbrochen ist.

Fehler machen, falsche Entscheidungen treffen – für Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello steht fest: Das gehört zum Leben dazu. Zu einem zufriedenen und gesunden Leben gehöre aber auch, seinen Frieden damit zu schließen und aus verpassten Chancen neue Möglichkeiten zu schaffen. „Wir sollten uns nicht vom Gewesenen treiben lassen, sondern die Zukunft gestalten“, rät sie. „Sonst sind wir Sklaven unserer Vergangenheit.“

Donnerstag, 03. Mai 2018 (Woche 18)/26.04.2018

22.45 Kunscht! Kultur im Südwesten Moderation: Denis Scheck

Die Themen der Sendung mit Moderator Denis Scheck sind:

– Zwischen Lapidarium und Schlossgarten – Denis Scheck im Gespräch mit der künstlerischen Leiterin der Schwetzinger SWR Festspiele, Heike Hoffmann.

– Zwischen Experiment und Tradition – kleiner Ausblick auf das Programm des weltweit größten Radio-Festivals für klassische Musik in Schwetzingen.

– Zwischen Höhlenmensch und Videokünstler – das Museum Ulm, die Kunsthalle Weishaupt und die große Frage, warum Menschen Kunst schaffen.

– Zwischen Verehrung und Verdruss – vom Umgang der Stadt Trier mit der geschenkten Marx-Riesen-Statue aus China, die am 5. Mai enthüllt wird.

– Zwischen Chaos und Genie – die erstaunlichen Gemeinsamkeiten von Alberto Giacometti und Francis Bacon in der Fondation Beyeler in Riehen.

Samstag, 05. Mai 2018 (Woche 19)/26.04.2018

Nachgelieferten Untertitel für RP beachten!

18.05 RP: Die SWR-Reportage

Landarzt aus Überzeugung Wie Dr. Salameh eine Dorfpraxis rettet

Montag, 07. Mai 2018 (Woche 19)/26.04.2018

Geänderten Titel beachten!

15.15 Länder – Menschen – Abenteuer

Sexy, sinnlich, polygam – Frauenbilder im Senegal Erstsendung: 03.08.2014 in SWR/SR

Montag, 21. Mai 2018 (Woche 21)/26.04.2018

Geänderten Beitrag beachten!

09.50 (VPS 09.49) Der Neckar Erstsendung: 25.12.2017 in SWR/SR

Donnerstag, 24. Mai 2018 (Woche 21)/26.04.2018

23.15 lesenswert

Denis Scheck im Gespräch mit Frank Schätzing und Insa Wilke

Frank Schätzing: „Die Tyrannei des Schmetterlings“: Eine spektakuläre Show im Kölner Musical Dome vor ausverkauftem Publikum war der Auftakt zu Frank Schätzings Buchpremiere. Eine große Fangemeinde erwartete mit Spannung sein neuestes 600-Seiten-Werk. Frank Schätzings Thriller sind gut recherchiert, seine Themen treffen den Puls der Zeit und er kann erzählen – und wie!

In seinem Thriller „Die Tyrannei des Schmetterlings“ packt er ein weiteres brisantes Thema an: Künstliche Intelligenz. Schauplätze sind das Silicon Valley und die Sierra Nevada in Kalifornien. In einem verschlafenen Goldgräbernest verunglückt eine Frau auf mysteriöse Weise in einer Bergschlucht. Bei den Ermittlungen stößt Sheriff Luther Opoku auf eine einsam im Hochgebirge gelegene Forschungsanlage. Sie wird von einem Hightech-Konzern im Silicon Valley betrieben. Bald gerät er in den Sog von Ereignissen und beginnt, an seinem Verstand zu zweifeln.

Bestsellerautor Frank Schätzing gelang 2004 mit seinem Roman „Der Schwarm“, einem Öko-Thriller, der Durchbruch. Er erlangte großen internationalen Erfolg und nahm in seinem Buch die Tsunami-Katastrophe vorweg, die sich am Ende des Jahres tatsächlich in Südostasien ereignete. 2013 erschien „Breaking News“ – der Roman spielt im Nahen Osten und thematisiert den israelisch-palästinensischen Konflikt. Er wurde von Nico Hofmann als TV-Serie verfilmt.

„SWR Bestenliste – drei Bücher des Frühjahrs“ mit Insa Wilke: Insa Wilke und Denis Scheck sind beide Jury-Mitglieder der renommierten SWR Bestenliste, die monatlich erscheint. Sie besprechen drei Bücher des Frühjahrs – und sind, wie meistens, nicht immer einer Meinung:

Botho Strauß, der in Prosa-Miniaturen und Aphorismen dem aktuellen Zeitgeist widerspricht: „Der Fortführer“ heißt sein neues Buch.

Waguih Ghali wurde in Kairo geboren und beschreibt in seinem Roman „Snooker in Kairo“ bilderreich und ohne journalistische Plattituden die politischen Konflikte der Suez-Krise.

Claudia Rankines schreibt in einem lyrischen Essay über die Diskriminierung als Farbige in den Vereinigten Staaten: „Citizen“.

Donnerstag, 07. Juni 2018 (Woche 23)/26.04.2018

23.15 lesenswert

Denis Scheck im Gespräch mit Martin Walser

Martin Walser: „Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte“: Martin Walser ist Stammgast in „lesenswert“. Dieses Mal bringt er ein schmales Bändchen mit: „Gar alles“ ist der Titel und es besteht aus Briefen an eine unbekannte Geliebte. Schon beim Lesen des ersten Briefes meint man, die Stimme des Autors zu vernehmen: Walser-Sound mit Selbstironie!

Justus Mall hieß früher anders, war jemand anderer. Jetzt lebt er als Philosoph und hadert mit seinem Leben und seinen Lieben: Zwei Frauen sind wichtig für ihn, und er liebt beide. Und weil das nicht gehen kann, schreibt er in einem Blog an eine fiktive dritte, die ihn verstehen soll. Seine Gespräche mit seiner imaginierten Geliebten werden auf ihn zurückgeworfen.

„Mein Leben in drei Büchern“ mit Martin Walser: Der inzwischen 91-jährige Martin Walser hat sehr viele Bücher in seinem Leben geschrieben. Aber welche liest er selbst? Welche zählt er zu den „Büchern seines Lebens“? Er hat drei Bücher dabei, die ihm etwas bedeuten und über die er mit Denis Scheck reden will:

Der italienische Philologe Nicola Gardini hält ein begeistertes Plädoyer auf die Sprache Latein: „Latein lebt“ heißt sein Buch, das auf unterhaltsame Art die Schönheit einer nutzlosen Sprache vermittelt.

Meindert Evers beschreibt „Die Ästhetische Revolution in Deutschland“, die von 1750 bis 1950 stattfand und sich gegen die Rationalisierung und Mechanisierung der Welt kehrte. Sie widerlegt das Klischee, Deutschland sei ein Land von romantischen aber weltfremden Dichtern und Denkern.

Und noch eine Revolution: Volker Weidermanns Buch „Träumer“ spielt in den wenigen Monaten 1918/19 der Münchner Räterepublik, als die Dichter die Macht übernahmen.

Freitag, 08. Juni 2018 (Woche 23)/26.04.2018

Geänderten Beitrag beachten!

00.15 Florian Schroeder live – „Entscheidet euch!“ Erstsendung: 22.04.2017 in HR

Freitag, 08. Juni 2018 (Woche 23)/26.04.2018

Geänderten Beitrag beachten!

03.00 Florian Schroeder live – „Entscheidet euch!“ (WH) Erstsendung: 22.04.2017 in HR

Quellenangaben

Textquelle:SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/7169/3927965
Newsroom:SWR - Südwestrundfunk
Pressekontakt:Grit Krüger
Tel 07221/929-22285

grit.krueger@SWR.de

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