Welche Folgen hätten US-Strafzölle für deutsche Stahlprodukte?

Berlin/Washington (ots) – Ab dem 1. Mai 2018 müssen europäische Firmen aller Voraussicht nach mit der Einführung von Strafzöllen auf Exporte von Stahl und Aluminium in die USA rechnen. Die aktuelle Schonfrist wird damit aufgehoben. US-Präsident Donald Trump beruft sich bei seiner Entscheidung auf die nationale Sicherheit und die aus seiner Sicht unfairen Handelspraktiken mit den USA.

„Ungleichgewichte im deutsch-amerikanischen Handel sind tatsächlich vorhanden, entspringen aber den wirtschaftlich unterschiedlichen Strukturen beider Länder. Auf keinen Fall handelt es sich um das Resultat einer besonders gearteten europäischen oder gar speziell deutschen Handelspolitik“, sagt Ulrich Umann, USA-Experte bei Germany Trade & Invest. Vielmehr liegen die Stärken der deutschen Exportwirtschaft insbesondere bei verarbeiteten Industrieerzeugnissen, die auf eine breite Käuferschicht in den USA treffen, obwohl sie bei weitem nicht die billigsten Lösungen darstellen.

In vielen deutschen Industrieerzeugnissen ist ein hoher Anteil an verarbeitetem Stahl und Aluminium enthalten. Metalle in verarbeiteter Form unterliegen jedoch nicht den möglichen Einfuhrzollerhöhungen. Im Vergleich zu industriellen Fertigerzeugnissen fällt der Wertumfang der deutschen Exporte von Stahl und Aluminium in Rohformen eher gering aus. Weltweit setzten deutsche Stahl- und Aluminiumkocher 2017 Erzeugnisse im Wert von 23,3 Milliarden Euro ab. Davon gingen sechs Prozent (1,4 Mrd. Euro) in die USA. Hierbei handelt es sich vorrangig um Spezialstähle und -legierungen. Diese sind aus Sicht der hochspezialisierten Abnehmer nur bedingt durch Produkte aus der US-Stahlindustrie ersetzbar. Am Ende hätten die Endverbraucher die Zollerhöhungen zu tragen.

Die deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen hatten sich 2017 dynamisch entwickelt, das Gesamtvolumen betrug rund 173 Milliarden Euro. In beide Richtungen sind die Handelsströme gestiegen, wobei die US-Exporte nach Deutschland sogar schneller zugenommen haben als die Importe von dort. „Zwangsläufig hat sich das Handelsdefizit der USA mit Deutschland im Grunde leicht verringert“, so Umann.

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