Vage Kommentar von Reinhard Breidenbach zu Nord- Südkorea

Mainz (ots) – Ein „seniler Greis“ sei Donald Trump, hatte Kim Jong Un geschimpft. Der Amerikaner hinwiederum drohte, er werde, wenn es ihm passe, Nordkorea zerstören. Das ist noch nicht lange her. Und nun klingt es wie Schalmeienklänge, was da vom „kleinen“ Gipfeltreffen zwischen Nordkoreas Diktator und dem südkoreanischen Präsidenten Moon zu vernehmen ist. Sie seien gute Freunde geworden, verkünden die beiden und beschwören den Frieden. Ein zu Herzen gehendes Szenario. Jedoch skizziert es vorerst leider nur eine Vision, ein vages Versprechen. Aber haben nicht alle positiven Umbrüche der Weltpolitik mit Visionen und Versprechen begonnen? Man muss hoffen. Hoffen natürlich für nichts weniger als den Weltfrieden. Hoffen konkret vor allem für die unterdrückten und geknechteten Menschen in Nordkorea. Verständigen müssen sich nunmehr Nordkorea und die USA, und ohne China wird es nicht gehen. Zwar ist es theoretisch vorstellbar, dass Washington gegenüber Nordkorea Zugeständnisse macht, um dem Land mehr Unabhängigkeit von Peking zu verschaffen. Als Preis würden die USA aber verlangen, dass Nordkorea seine gerade erst mit Stolz präsentierten Atomwaffen einmottet. Eigentlich undenkbar. So wird es nun, wenn der erste Jubel verklungen ist, erst einmal auf lange, harte Verhandlungen hinauslaufen, bei denen vor allem Geduld und Weitsicht gefragt sind. Tugenden, von denen Trump, höflich formuliert, Lichtjahre entfernt ist. Und was von Kims charakterlicher und intellektueller Potenz zu halten ist, bleibt abzuwarten. Aber manchmal gibt es ja auch in der Politik so etwas wie Wunder.

Quellenangaben

Textquelle:Allgemeine Zeitung Mainz, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/65597/3929473
Newsroom:Allgemeine Zeitung Mainz
Pressekontakt:Allgemeine Zeitung Mainz
Andreas Trapp
Newsmanager
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Badische Zeitung: Amokfahrt von Münster: Vorschnelle Urteile Freiburg (ots) - Es ist schon richtig: Das Ausmaß halbgarer Spekulationen hielt sich im Vergleich zu anderen Ereignissen dieses Mal in Grenzen. Das mag vor allem daran liegen, dass die Ermittler am Samstag schnell mit ersten Ergebnissen aufwarten konnten - und die Polizei in Münster diese von Anfang an transparent kommuniziert hat. Was aber, wenn es dieses Land tatsächlich einmal mit einer unklaren Bedrohungslage zu tun bekommt, einer, die womöglich mehrere Tage andauert? Greift dann Verunsicherung um sich, befeuert aus den sozialen Netzwerken? Überwiegt dann die Aussicht auf politis...
Freiheiten – Kommentar zum biometrischen Personalausweis Heidelberg (ots) - Es sollte stutzig machen, wenn selbst Polizeigewerkschafter einer neuen "Sicherheitsmaßnahme" zurückhaltend begegnen: Fingerausweise in jeden Personalausweis, so will es die EU-Kommission, zur Terrorismusbekämpfung. Die Frage muss gestellt sein: Wie viele Anschläge wurden zuletzt mithilfe gestohlener Personalausweise verübt? Für Waffen vom Schwarzmarkt oder aus dem Darknet braucht es sie jedenfalls nicht. Und wenn es dabei bleiben soll, dass nur die Polizei oder andere Behörden bei Kontrollen die Passdaten auslesen können, sind die denkbaren Szenarien für mehr Sicherheit übe...
Badische Zeitung: Kabinettsklausur in Meseberg: Die wahre Aufgabe Freiburg (ots) - Ein vertrauliches Treffen abseits des Tagesgeschäfts ist überfällig, um dieser Koalition vielleicht doch noch Sinn und Richtung zu verleihen. Bisher mosert einer über den anderen, als stehe man nicht am Anfang, sondern am Ende einer mühsamen Partnerschaft. Bliebe das so, wäre ein Ende mit Schrecken womöglich besser als Schrecken ohne Ende - wenngleich ein rascher Koalitionsbruch staatspolitisch kaum verantwortlich wäre. Dringend notwendig jedenfalls ist tatkräftiges Regieren ... Zwingend sind vernünftige Prioritäten, ein realistischer Zeitplan und dann das saubere Umsetzen - ...
Tags: