Trumps Politik

Halle (ots) – Er fühlt sich durch die Entwicklung in Korea überzeugt, dass mit maximalem Druck in der Außenpolitik der größte Erfolg erzielt wird. Zwar ist völlig unklar, welche wirtschaftlichen Motive den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un bewegen und welche Ziele er mit seinem Kurswechsel verfolgt. Für Trump ist die Sache klar: Seine Drohungen haben den „kleinen Raketenmann“ in Angst und Schrecken versetzt. Also droht er auch dem Iran mit „Feuer und Wut“ und den Europäern mit der Zoll-Kanone. Doch selbst wenn Trumps Methode in Nordkorea gewirkt haben sollte: In diesen beiden Fällen liegen die Dinge ganz anders. Während Kim in den vergangenen Jahren alleine seiner Machtgier folgte, haben sich der Iran und Europa an bestehende Abkommen gehalten. Die einseitige Aufkündigung bindender Abkommen würde erhebliche Konsequenzen haben. Die Europäer können die USA vielleicht nicht an einer derart kurzsichtigen Politik hindern. Aber sie dürfen sie nicht mitmachen.

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