Mehr Geld für die Bundeswehr – Verteilungskämpfe sind entbrannt

Straubing (ots) – Sollte die Bundesrepublik beispielsweise die Kooperation mit Norwegen im U-Boot-Bereich aufkündigen oder den Kauf von amerikanischen C-130-Transportmaschinen abblasen, mit dem Deutschland auch in Frankreich im Wort steht, wäre das nicht nur peinlich. Es würde abermals ein Fragezeichen hinter die Bündnisfähigkeit der Bundesrepublik setzen. Der Streit, der in Washington durchaus beobachtet wird, ist nicht dazu angetan, den US-Präsidenten in der Debatte über die Strafzölle zu beschwichtigen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis in anderen EU-Ländern die Frage gestellt wird, warum sie für den deutschen Handelsbilanz-Überschuss und die deutsche Zurückhaltung bei den Verteidigungsausgaben „bluten“ sollen.

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