Krankenkassen und Deutsche Diabetes Gesellschaft disqualifizieren sich selbst

Berlin (ots) – Zur heutigen Pressekonferenz von Vertretern gesetzlicher Krankenkassen, Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und Foodwatch kommentiert Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbands der Deutschen Lebensmittelwirtschaft, Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL):

„Wir als Lebensmittelwirtschaft benötigen keine Belehrungen von Interessensgruppen, weil wir seit Jahren handeln und beispielsweise stetig innovative Rezepturen entwickeln, bestehende optimieren und über Nährwerte und Inhaltsstoffe aufklären. Wir zeigen Verantwortung und sind dialogbereit. In einem Runden Tisch mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft setzen wir uns konstruktiv mit Fragen der Ernährung, der Rezepturen und der Kennzeichnung von Lebensmitteln auseinander. Grundsätzlich begrüßen wir es, wenn sich gesellschaftliche Akteure aktiv mit sinnvollen Maßnahmen in die Debatte um einen gesunden Lebensstil einbringen. Doch diejenigen, die heute ihren offenen Brief an die Bundeskanzlerin vorstellen, glänzen nicht durch Eigeninitiative, sondern lediglich durch fragwürdige Schuldzuweisungen und falschadressierte Forderungen. Statt ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen, könnten die Techniker Krankenkasse, die AOK und die von der Pharmaindustrie finanzierte Deutsche Diabetes Gesellschaft ihre eigenen Angebote verbessern und den Menschen kostenlosen Zugang zu Ernährungskursen und Bewegungs- und Entspannungsprogrammen verschaffen. Statt immer mehr Pillen zu verschreiben, sollte lieber in sachliche Aufklärung investiert werden! Wir empfinden es als klares Foul der DDG und der zwei gesetzlichen Krankenkassen, die über ihren Spitzenverband dem Runden Tisch ebenfalls angehören, diesen mit einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin zu torpedieren. Diese Aktion nur eine Woche nach dem Auftakttreffen des Runden Tisches zeugt von einer sehr geringen Wertschätzung gegenüber dem Bundesministerium und dem fehlenden Willen zusammen mit allen Parteien eine gemeinsame, erfolgsversprechende Strategie zu erarbeiten. Ich fordere daher die DDG und die gesetzlichen Krankenkassen auf, entweder ihre billige Agitation einzustellen und zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren oder den gemeinsamen Runden Tisch zu verlassen!“

Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)

Der BLL ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören ca. 500 Verbände und Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette – Industrie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft und angrenzende Gebiete – sowie zahlreiche Einzelmitglieder an.

Quellenangaben

Textquelle:BLL – Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/12796/3932085
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