Verschwundener Baum bringt die Diskussion um invasive Arten und Pflanzenschutz neu in Gang

Berlin (ots) – Pflanzengesundheit in Verbindung mit Quarantäneschädigern und der Umgang mit invasiven Arten im Fokus des Bundes deutscher Baumschulen (BdB)

Die Bilder gingen um die Welt: US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Staatspräsident Emanuel Macron pflanzten letzte Woche zum Auftakt von Macrons Staatsbesuch in den USA eine Eiche aus Frankreich im Garten des Weißen Hauses ein. Nur wenige Tage später verschwand die junge Eiche und löste damit Spekulationen in den Medien und der Öffentlichkeit aus. Zu erklären ist dieses Verschwinden allerdings mit den strengen Pflanzenschutzrichtlinien der Zoll- und Grenzschutzbehörde der USA, die den Setzling in Quarantäne stellte, um die potentielle Ausbreitung von gefährlichen Schadorganismen zu verhindern.

Invasive Arten und Pflanzengesundheit: BdB-Hygieneleitfaden

Auch auf europäischer Ebene wurde die Gefahr der Einschleppung fremder Schadorganismen durch den globalen Handel und den Klimawandel erkannt. Eine Verschärfung des Pflanzenschutzrechtes ist aktuell in Vorbereitung. Bereits jetzt gibt es die EU-Verordnung 2016/2031 mit Maßnahmen zum Schutz der Pflanzen vor Quarantäneschädlingen (Artikel 91, Annex II).

Vor diesem Hintergrund hat der BdB einen Hygieneleitfaden entwickelt, der nun dem Bundeslandwirtschaftsministerium zur weiteren Beratung vorliegt. Ziel des Hygieneleitfadens ist es, bei Pflanzeneinfuhren ein adäquates Risikomanagement zu betreiben, so dass der Befall mit etwaigen Quarantäneschädigern möglichst ausgeschlossen werden kann.

Die endgültige Fassung der Hygieneleitlinien wird noch in diesem Sommer verabschiedet und den Baumschulen zur Verfügung gestellt werden, damit diese die Leitlinien möglichst schnell umsetzen können. Doch auch Bund und Länder müssen sich mehr für den Pflanzenschutz engagieren. Denn um die neuen Anforderungen der EU-Verordnung erfolgreich umsetzen zu können, benötigen die Pflanzenschutzämter mehr Personal. Aus Sicht des BdB sollte dies bei den laufenden Haushaltsberatungen für 2018 berücksichtigt werden.

Über den Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. ist die berufsständische Vereinigung und Interessenvertretung der Baumschulen. Als Vertretung der rund 1.000 angeschlossenen Betriebe hat der BdB die Aufgabe, die Baumschulwirtschaft nach innen und außen zu stärken, wettbewerbsfähig zu machen und zu halten. Die Branche kultiviert Gehölze auf aktuell weit über 20.000 Hektar mit einem jährlichen Produktionswert von über 1. Mrd. Euro. Auf Landesebene ist der BdB in 16 Landesverbände unterteilt, in denen zum großen Teil kleine und mittelständische Baumschulunternehmen organisiert sind. Die Betriebe vereinigen sich unter dem Leitmotiv der Branche „Grün ist Leben – Baumschulen schaffen Leben“.

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Quellenangaben

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