SPD-Gesundheitsexperte: Mindestpreise beim Alkohol helfen nicht

Osnabrück (ots) – SPD-Gesundheitsexperte: Mindestpreise beim Alkohol helfen nicht

Lauterbach fordert stattdessen bessere Aufklärung und einen Stopp für „Lockangebote“ an Supermarktkassen

Osnabrück. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält einen Mindestpreis für Alkohol, wie er in Schottland zur Bekämpfung von Suchterkrankungen eingeführt wurde, in Deutschland “ nicht für hilfreich“. „Wie Studien ergeben, führen höhere Steuern auf Alkohol nicht zur Senkung des Konsums“, sagte Lauterbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Anders als bei der auf Kinder abzielenden Kampagne gegen Alkopops, die zumeist vom Taschengeld bezahlt würden, wirkten Preissteigerungen bei Alkohol nach derzeitigen Erhebungen nicht abschreckend. Die vor 14 Jahren eingeführte Steuer auf sogenannte Alkopops sei deshalb kein Vorbild. Zur Reduzierung des Alkoholkonsums schlug Lauterbach vor, die Platzierung von „Lockangeboten“ in kleinen Flaschen direkt an den Supermarktkassen nicht länger zu dulden. Außerdem müsse Alkoholismus „enttabuisiert“ werden. Schon bei ersten Anzeichen sollte es niedrigschwellige Hilfsangebote geben. Auch die Aufklärung über die gesundheitlichen Risiken nannte Lauterbach stark verbesserungswürdig.

Quellenangaben

Textquelle:Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/58964/3934984
Newsroom:Neue Osnabrücker Zeitung
Pressekontakt:Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Das könnte Sie auch interessieren:

PolitikSachsen-Anhalt – Breitbandausbau stockt: Von 180 Millionen Euro Förderung sind erst … Halle (ots) - Die Kommunen in Sachsen-Anhalt sollen für den Breitbandausbau 180 Millionen Euro vom Bund erhalten. Wie die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Sonntagausgabe) berichtet, sind bisher jedoch erst 400 000 Euro Fördermittel ausgezahlt worden. Das zeige eine Aufstellung des Bundesverkehrsministeriums auf Anfrage der grünen Bundestagsfraktion. Laut Zeitung dauert es teilweise zwei Jahre, bis Kommunen die abschließende Fördermittelzusage des Bundes erhalten. Die Landesregierung kritisiert deshalb die Bürokratie beim Bund. "Das Verfahren dauert mitunter recht lange", sagte e...
MacronMerkel Halle (ots) - Der unionsgeführte Teil der Bundesregierung bremst Macrons Ambitionen. Die Fraktion setzt auch Merkel selbst unter Druck, was der Kanzlerin aber insofern nutzen dürfte, als sie sich in den Gesprächen mit den Franzosen notfalls hinter der Bockigkeit ihrer eigenen Leute verstecken kann. Egal, ob es um einen eigenen Haushalt für die Eurozone geht, die Vollendung der Bankenunion oder den Europäischen Währungsfonds: Merkel und ihre Parteigänger denken eher an kleine Schritte als an große Würfe. Macron investiert so viel politisches Kapital in das Thema Europa, dass er bald liefern mus...
Kommentar zur Wahl in Ungarn: Der Wertetumor Berlin (ots) - Es dauerte keine 24 Stunden, da demonstrierten die Wahlsieger exemplarisch, was mit ihrer verfassungsändernden Zweidrittelmehrheit auf die aufmüpfige Zivilgesellschaft in Ungarn nun zukommt: Schon im Mai könnte das von der rechtskonservativen Fidesz beherrschte Parlament ein Gesetzespaket verabschieden, das regierungskritische, angeblich vom Ausland gesteuerte Organisationen in die Illegalität drängt. Legitimiert wird das mit bekannten Behauptungen. Hier gehe es um die Souveränität und Sicherheit des Landes. Das ist es immer bei Viktor Orban, egal ob Flüchtlinge, Muslime, Maulkö...