Die Nobelposse

Frankfurt (ots) – Der Ruhm des Literaturnobelpreises hat nichts mit „Vertrauen in die Akademie“ zu tun. Kein Mensch interessiert sich für die Akademie. Kein Mensch interessiert sich für das sexuelle Verhalten der Jurymitglieder oder das ihrer Gattinnen und Gatten. Wenn die Akademie sich außerstande sieht, ihre Angestellten vor den Übergriffen eines alten Mannes zu schützen, dann sollte man sie auflösen. Denn das sind unzumutbare Arbeitsbedingungen. Wenn die Akademie für das Ehepaar Frostenson-Arnault über Jahre als Selbstbedienungsladen funktionierte, dann muss das abgestellt werden. Mit dem Literaturnobelpreis hat beides nichts zu tun. Kein Nobelpreisträger hat sich jemals gedacht: Oh, wie schön, dass ich von so freundlichen, herzensguten alten Männern und Frauen 750 000 Euro bekomme. Jeder dachte: „Schwein gehabt“.

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