Es geht Kommentar von Reinhard Breidenbach zur öffentlichen Sicherheit

Mainz (ots) – Es gibt sie. Wenn auch nicht zu einhundert Prozent, weil fast nichts Erstrebenswertes auf der Welt zu einhundert Prozent existiert. Es gibt wirkungsvolle und zugleich ästhetisch akzeptable Lösungen für die Sicherheit gegen Anschläge im öffentlichen Raum. Oft sind sie überraschend, bestehen etwa aus tiefen Wassergräben – wie zu Raubritters Zeiten. Für solche Lösungen braucht es den festen Willen, etwas zu schaffen, architektonische Fantasie – und nicht zuletzt: Geld. Was nicht überraschen sollte; denn wäre es nicht makaber, man würde an eine alte Volksweisheit erinnern: Umsonst ist der Tod. Man darf Städte, wenn sie als Veranstalter für die Sicherheit gerade zu stehen haben, nicht im Stich lassen, und man darf vor allem die Polizei nicht im Stich lassen, die im Zweifel meist der Rettungs- und Hoffnungsanker ist. Bedeutet: Städte müssen sich gut überlegen, für welche Festivitäten sie tatsächlich in Eigenregie geradestehen wollen und welche neuen Finanzquellen zur Bewältigung der Sicherungskosten zu erschließen wären, etwa in Form neuer Gebühren oder Entgelte, auch wenn das furchtbar unpopulär klingt. Im Fall privater Veranstalter wird früher oder später kein Weg daran vorbeiführen, ihnen verstärkt Kosten für Polizeieinsätze in Rechnung zu stellen. Das beträfe dann auch Fußballvereine, deren Spiele mit Zehntausenden Zuschauern die Polizei sichert und die sich bislang ziemlich erfolgreich mit dem Argument wehren, dass sie Steuern zahlen. Das wird wohl nicht reichen. Ein heißes Eisen, aber es muss angepackt werden.

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