Erhaltenswert Kommentar von Birgitta Lamparth zum Literaturnobelpreis

Mainz (ots) – Gerade erst ist der Nachhall um den eingestampften deutschen „Echo“ verklungen, da kommt der nächste Paukenschlag: Kein Literaturnobelpreis in diesem Jahr. Es gibt allerdings einen großen Unterschied: Im Gegensatz zum Echo ist der Nobelpreis tatsächlich einer, der die herausragende Qualität der Preisträger würdigt – und damit erhaltenswert. Eingehende Juryberatungen sind in Stockholm aber aktuell nicht möglich. Wenn viele Jurymitglieder ihre Arbeit niederlegen, dann kann das Gremium nicht seriös entscheiden. Insofern ist es folgerichtig, dass die Bekanntgabe nun auf das nächste Jahr vertagt wird. Natürlich will die schwedische Akademie nach dem Skandal um Missbrauchsvorwürfe und Korruption auch Zeit gewinnen – in der sie auch über eine Neuorientierung nachdenken sollte. Warum beispielsweise sollen Mitglieder auf Lebenszeit ernannt werden? Und warum wird das Gremium des wichtigsten Literaturpreises nicht bei der Gelegenheit gleich deutlich verjüngt? Für die Autorinnen und Autoren weltweit wird es 2019 jedenfalls zweifach spannend. Das gab es in der Geschichte des seit 1901 verliehenen Preises schon öfter – die rund 750 000 Euro werden dann aufbewahrt. Bis eine Autorin oder ein Autor dann wieder für „das Beste in idealistischer Richtung“ geadelt wird, so Alfred Nobel einst in den Statuten, können ja andere Schweden das Image des Landes wieder aufpolieren: Das Comeback der Band Abba lässt das „Waterloo“ der Akadamie dann etwas vergessen.

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