Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Post

Bielefeld (ots) – Nein, Karl Marx hatte nicht Recht. Der Kapitalismus führt nicht automatisch zur Verelendung weiter Teile der Bevölkerung. Die Geschichte der vergangenen beiden Jahrhunderte hat das genaue Gegenteil bewiesen. Gesamtgesellschaftlich betrachtet ging es den Menschen nie so gut wie heute. Zumindest in den Ländern, in denen der Kapitalismus sozial eingebettet ist. Zweifellos zählt Deutschland mit großem Erfolg zu diesen Ländern, was Missstände und Ausbeutung allerdings keineswegs ausschließt. Leider! In diesem Sinne lässt nun die Deutsche Post AG aufhorchen. Dabei weiß man nicht, was einen an dem Umgang mit den befristet beschäftigten Postboten mehr ärgern soll: die Auswahlkriterien des Unternehmens oder das dreiste Unverständnis, mit dem Post-Sprecher Dirk Klasen auf die Kritik reagiert. Karl Marx hat geirrt, doch richtig bleibt: Profitmaximierung allein darf niemals ausschlaggebend sein – und eine Kontrolle der Unternehmen durch eine kritische Öffentlichkeit ist auch weiterhin notwendig.

Quellenangaben

Textquelle:Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/66306/3936228
Newsroom:Westfalen-Blatt
Pressekontakt:Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Das könnte Sie auch interessieren:

Im Bann des Handelsstreits, Marktkommentar von Christopher Kalbhenn Frankfurt (ots) - Eine klassische "Börsenweisheit" besagt, dass politische Börsen kurze Beine haben. Sie beschreibt das sehr häufig zu beobachtende Phänomen, dass irritierende politische Ereignisse durchaus heftige Kursreaktionen auslösen können, die aber in der Regel sehr schnell verfliegen, so dass die Marktteilnehmer recht schnell wieder zur Tagesordnung übergehen können. In der abgelaufenen Woche ist jedoch die Hoffnung, dass den vom US-Präsidenten Donald Trump angezettelten Handelskonflikt das gleiche Schicksal ereilen könnte, zunächst enttäuscht worden. Nachdem versöhnliche Signale im St...
Glaubenssache Kommentar zur Deutschen Bank von Bernd Neubacher Frankfurt (ots) - "Bedeutung des deutschen Marktes wird untermauert." So hat es die Deutsche Bank angekündigt - allerdings nicht bei ihrem Strategieschwenk am Donnerstag, sondern schon 2012, wenige Monate nach Amtsantritt des Führungsduos Jürgen Fitschen und Anshu Jain. Das neuerliche Bekenntnis zu den Wurzeln des Instituts klingt glaubwürdiger, weil es nun vom Ex-Privatkundenvorstand Christian Sewing kommt und nicht vom eingefleischten Fixed-Income-Trader Jain. Nur: Aus dem wenigen, was die Bank angekündigt hat, lässt sich dieser Glaube kaum ableiten. So wird der zum Teil schon vollzogene S...
Kaufhof betont solide Finanzierung, dringt aber auf Senkung der Personalkosten Essen (ots) - Galeria Kaufhof hat betont, solide durchfinanziert zu sein und die Rückendeckung seiner kanadischen Mutter HBC zu haben. Zuvor hatte der "Spiegel" unter Berufung auf ein internes Papier berichtet, das Management der Kaufhauskette sorge sich um die Zahlungsfähigkeit, sollten keine drastischen Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden. "Galeria Kaufhof ist solide finanziert und hat die volle Unterstützung der Konzernmutter HBC", sagte dazu ein Kaufhof-Sprecher der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstagsausgabe). Er betonte allerdings das Ziel des Karstadt...