Abi, fertig, los!

Köln (ots) –

Abi in der Tasche, und was jetzt? Diese Frage stellen sich im Sommer viele der über 400.000 bundesweiten Abiturienten. Meist folgt eine Auszeit: Laut einer aktuellen Umfrage des trendence Instituts starten 42 Prozent der Schulabgänger den neuen Lebensabschnitt mit einem Überbrückungsjahr, dem sogenannten Gap Year – Tendenz steigend. Die Mehrheit davon nutzt die Zeit nach dem Abi für einen Auslandsaufenthalt. Doch wohin führt der Weg? Die Welt entdecken und fremde Kulturen kennenlernen? Sprachkenntnisse verbessern oder erste Berufserfahrung sammeln? Die Möglichkeiten sind vielfältig. Laura Brausen, Bildungsberaterin bei den gemeinnützigen Carl Duisberg Centren, gibt Tipps zur Orientierung.

Schule ohne Notenstress: High School Spirit erleben

Für alle, die den Abschluss in der Tasche haben und dennoch den berühmten School Spirit einer High School erleben möchten, bietet sich ein Schulaufenthalt im englischsprachigen Ausland an. Hier lassen sich ohne Notenstress die Lieblingsfächer mit ausgefallenen Kursen kombinieren. Schüler können Fächer wie etwa Business, Videoproduktion, Schreinern oder Outdoor Education belegen. Das Leben in einer Gastfamilie und der geregelte Schulalltag bieten zudem genug Zeit, ganz entspannt und in einem festen Rahmen die weitere Zukunft zu planen. Zur Auswahl stehen Gastfamilienprogramme in Neuseeland, Australien oder Kanada.

Günstig weg mit Work & Travel

Für Abenteuerlustige, die Land und Leute auf eigene Faust entdecken und neben den Sprachkenntnissen auch die Reisekasse aufbessern möchten, ist Work & Travel genau das Richtige. Die Teilnehmer sind flexibel und wechseln ganz nach Lust und Laune Aufenthaltsort und Job. Das ermöglicht auch längere Reisen trotz eingeschränkter finanzieller Mittel. Arbeit findet sich vor allem in den Bereichen Gastronomie, Tourismus, Einzelhandel und Landwirtschaft. Beliebte Ziele hierfür sind Kanada, Australien und Neuseeland. Diese Länder vergeben sogenannte Working Holiday Visa an junge Menschen für Aufenthalte von bis zu einem Jahr.

Freiwilligenarbeit: Im Ausland engagieren

Sich im Ausland sozial engagieren, nachhaltig der lokalen Gemeinschaft helfen und spannende Reiseerfahrungen fernab der touristischen Pfade sammeln – das geht mit Freiwilligenarbeit. Für kostengünstigere FSJ-Programme, die vom Bund gefördert sind, ist es für eine Ausreise in diesem Sommer schon zu spät. Alternative: Für alle Spontanen bieten private Anbieter für 2018 noch Einsätze in nicht-geförderten Hilfsprojekten an. Einsatzort, Projekt und Abreisedatum sind hier frei wählbar. Ob im sozialen, ökologischen Bereich oder im Tierschutz – weltweite Projekte gibt es von zwei bis zwölf Wochen. Die Einsatzbereiche sind vielfältig und reichen vom Grundschulunterricht in Indien über die Mitarbeit in einem Tierpark in Südafrika bis hin zu Umweltschutzaktivitäten in Südamerika oder neuseeländischen Nationalparks.

Beruflicher Wegweiser Auslandspraktikum

Fernab der Heimat in eine neue Kultur eintauchen und dabei den Lebenslauf mit ersten Arbeitserfahrungen aufpolieren? Auslandspraktika von zwei bis fünf Monaten sind optimal, um erstes Know-how für den anvisierten Beruf zu sammeln und gleichzeitig die eigenen Fremdsprachenkenntnisse zu perfektionieren. Die Arbeitsbereiche reichen weltweit von Marketing oder Tourismus bis hin zu Human Resources. Fachliche Vorkenntnisse sind dafür nicht nötig. In der Regel beträgt das Mindestalter 18 Jahre, in England und Irland sind Praktika bereits ab 17 Jahren möglich.

Univorbereitung

Wer nicht sicher ist, ob das angepeilte Studium das Richtige ist oder ein Wartesemester überbrücken möchte, kann sich mit einem Univorbereitungskurs einen ersten Eindruck verschaffen. In England wählen künftige Studierende mit dem University Foundation Course an einem renommierten Internat einen favorisierten Fächerschwerpunkt und bringen dabei ihr akademisches Englisch auf Vordermann. Auch in Nordamerika gibt es die Möglichkeit, an einem privaten Internat verschiedene Fachgebiete kennenzulernen: Das Post Graduate Year gilt als Vorstufe zum Studium und bringt Schülern Studienfächer wie etwa Psychologie, Fotografie, Design oder Wirtschaft näher.

Fit in Englisch mit Sprachzertifikat

Noch nie waren Englischkenntnisse im Beruf so wichtig wie heute. Das gilt auch für viele Unis: Die meisten Studiengänge setzen sehr gute Englischkenntnisse voraus. Ein Sprachkurs im Ausland frischt das bereits Erlernte auf und macht fit für die alltägliche und berufliche Kommunikation. Wer am Ende des Aufenthalts eine Prüfung ablegt, kann ein international anerkanntes Sprachzertifikat, wie zum Beispiel IELTS oder TOEFL, mit nach Hause nehmen.

Kurzstudium auf dem Unicampus

Angehende Studierende, die eine berufliche Zukunft in den Bereichen Wirtschaft und Business Management anstreben, können an einem kanadischen College ein fachliches Kurzstudium von bis zu sechs Monaten absolvieren. Es schließt mit einem Diploma ab – etwa in „International Business Management“ – und gibt einen wertvollen Einblick in die gewünschte Studienrichtung. Wer möchte, kann seine erworbenen Kenntnisse anschließend mit einem Unternehmenspraktikum direkt in der Praxis anwenden. Dieses Programm bietet sich vor allem für Abiturienten mit fortgeschrittenen Englischkenntnissen an.

Tipp

Ideal ist es, mindestens drei Monate vor dem geplanten Auslandsaufenthalt mit den Vorbereitungen zu beginnen. Doch auch für Last-Minute-Reisende sind kurzfristig Auslandsaufenthalte möglich. Hier ist allerdings Flexibilität gefragt – etwa bei der Auswahl seines Einsatzortes.

Weitere Infos gibt es unter: www.nach-dem-abi.com oder bei den Carl Duisberg Centren, Laura Brausen, Hansaring 49-51, 50670 Köln, Tel.: 0221/16 26-204, E-Mail: Laura.Brausen@cdc.de

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Quellenangaben

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Textquelle:Carl Duisberg Centren, übermittelt durch news aktuell
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