Schweinerei im Schlachthof: „ZDFzoom“ über Tierschutzverstöße

Mainz (ots) –

In Schlachthöfen spielen sich immer wieder brutale Szenen ab. Monatelang hat „ZDFzoom“ in der Branche recherchiert – auch undercover. Autorin Tanja von Ungern-Sternberg ist auf mangelhafte Kontrollen, Tierschutzverstöße und Lobbyismus gestoßen und fragt: Wieso werden Tierrechte mit Füßen getreten, und was unternimmt die Politik dagegen? Am Mittwoch, 9. Mai 2018, 22.45 Uhr, berichtet „ZDFzoom“ über „Schweinerei im Schlachthof – Das Geschäft mit dem Tod.“

Gut ein Jahr ist vergangen, seit Aktivisten in einem Schlachthof in Fürstenfeldbruck Missstände aufgedeckt haben: Mit Betäubungszangen sollen Tiere gequält und ohne ausreichende Betäubung getötet worden sein. Rund die Hälfte des Fleisches landete später unter dem „Bio“-Label in deutschen Supermärkten. Der Schlachthof war monatelang geschlossen, die juristische Aufarbeitung der Vorfälle in einem Prozess steht noch aus. Tierschützer kritisieren generell: „Schlachthöfe sind ein kontrollfreier Raum. Da trifft man auf eine Schattenwelt, die unter enormem Preisdruck und mit einer gehörigen Portion Verrohrung arbeitet.“

Das Ende der Tiere findet weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt: Die drei größten Konzerne in Deutschland – Westfleisch, Tönnies und Vion – teilen sich fast 60 Prozent der Schlachtmenge. Keiner von ihnen gestattete „ZDFzoom“ den Besuch eines Betriebs. Gegenüber „ZDFzoom“ spricht eine amtliche Tierärztin über die Rolle der zuständigen Kontrollinstanzen: „Es kommt immer wieder vor, dass die dort arbeitenden Tierärzte weggucken. Der Ton ist sehr rau, und da kann es einem schon passieren, dass versucht wird, einen nicht für voll zu nehmen, dass man wirklich Schwierigkeiten hat, etwas durchzusetzen. Da muss man sich schon was trauen.“ Fakt ist: Es gibt so gut wie keine Anzeigen von amtlichen Tierärzten wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz in Schlachthöfen. Zufall?

Hintergrund: Deutschland ist Europas Schweinefleisch-Exportmeister; deutsches Schweinefleisch ist konkurrenzlos billig. Ein System, das auch auf einem günstigen Schlachtprozess aufbaut. Sogar ausländische Schlachtkonzerne wie Danish Crown lassen hierzulande wegen der geringen Kosten schlachten. Das ist nur durch große Schlachtmasse und mithilfe gering entlohnter Arbeiter möglich.

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