Zu einfach Kommentar von Markus Lachmann zu Tourismus und Klimaschutz

Mainz (ots) – Niemand würde bestreiten, dass ein Langstreckenflug eine verheerende Kohlendioxid-Bilanz hat. Und zweifelsohne hat der Luftverkehr einen hohen Anteil am weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen. Deshalb muss es jeder selbst mit seinem Gewissen vereinbaren, ob er die Malediven dem Urlaub in den Alpen vorzieht, vorausgesetzt, der Geldbeutel lässt eine solche Wahlmöglichkeit überhaupt zu. Wer jedoch Urlaubsreisen lediglich nach dem Kohlendioxid-Ausstoß bemisst, macht es sich zu einfach. So besagt eine neue Studie, Tourismus sei klimaschädlicher als bisher angenommen. Die Rechnung kann aber auch anders aufgemacht werden: In Deutschland hängen drei Millionen Jobs am Tourismus. Die touristische Nachfrage sorgt für eine Bruttowertschöpfung von 105 Milliarden Euro, das sind 3,9 Prozent der Bruttowertschöpfung der gesamten deutschen Volkswirtschaft. Mehr als im Maschinenbau, mehr als im Einzelhandel. Ein Fünftel der Touristen, die uns besuchen, kommen aus dem Ausland. Also verzichten wir doch auf unsere ausländischen Gäste! Im Ernst, reden wir lieber über Klimaschutz im Alltag. So kann jeder seine persönliche Pendlerbilanz hinterfragen. Warum gibt es auf deutschen Straßen so wenige Fahrgemeinschaften? Wir verteufeln den Diesel, während Benzinmotoren doch mehr Kohlendioxid ausstoßen. Schließlich kann jeder in den eigenen vier Wänden Energie sparen, ganz effizient. Und wer auf seinen Malediven-Urlaub nicht verzichten will, kann den „Gegenwert“ des Kohlendioxid-Verbrauchs an diverse Klimaschutzprojekte spenden. Oder einfach seinen Urlaub genießen.

Quellenangaben

Textquelle:Allgemeine Zeitung Mainz, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/65597/3937539
Newsroom:Allgemeine Zeitung Mainz
Pressekontakt:Allgemeine Zeitung Mainz
Danielle Schwarz
Newsmanagerin
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentar FDP ohne Spannung = Von Gregor Mayntz Düsseldorf (ots) - Mit der Frauenbeteiligung in einer zu männlich geprägten Partei hätte dieser FDP-Parteitag spannend werden können. Oder mit dem Streit um die Aufhebung der Russland-Sanktionen. Doch beides führte zu nicht mehr als einem Kräuseln auf der Oberfläche eines für frühere FDP-Verhältnisse ungewohnt ruhigen Themen-Sees. Nach dem Wahlschock von 2013 ist für die Liberalen der pflegliche Umgang Kennzeichen geworden. Der Nachteil liegt in medialer Langeweile. Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass sich die neue FDP, wie es Parteichef Christian Lindner sagt, an der "Alltagsvernunf...
Kommentar zu Italien Regensburg (ots) - Der italienische Patient von Julius Müller-MeiningenKann das gut gehen? Ein weitgehend unbekannter Juraprofessor ohne politische Erfahrung soll die erste, von zwei populistischen Parteien getragene Regierung in Italien führen. Die linkspopulistische, systemkritische Fünf-Sterne-Bewegung und die rechtsnationalistische, fremdenfeindliche Lega sind an sich schon zwei Unbekannte, wenn es um die Umsetzung politischer Programme geht. Nun kommt mit Conte der nächste Unsicherheitsfaktor hinzu. Auch deshalb zögerte Staatspräsident Sergio Mattarella damit, den 54-jährigen Juristen ...
Rücktritt Rudds – Einsam in Westminster Straubing (ots) - Es wird einsamer um Theresa May. Ausgerechnet in der Woche, in der ihre Partei Kommunalwahlen zu bestehen hat, vor denen die Umfragen für ihre Tories desaströs sind. Selbst Londoner Prestigebezirke wie Westminster oder Kensington könnten an Labour gehen. Wieder einmal machen Gerüchte von einem bevorstehenden Putsch gegen die Regierungschefin die Runde. Einen unpassenderen Zeitpunkt für den sogenannten Windrush-Skandal konnte es kaum geben.QuellenangabenTextquelle: Straubinger Tagblatt, übermittelt durch news aktuellQuelle: https://www.presseportal.de/pm/122668/3931400Newsroom...
Tags: