Mehr Wertschätzung, mehr Flexibilität

Düsseldorf (ots) – Überraschend ist das schon: Während allerorten über rumpelnde Inklusion, überbordende Bürokratie, wachsende Gewalt geklagt wird, sinken die Zahlen der Pensionierungen von Lehrern wegen Dienstunfähigkeit auf immer neue Tiefstände. Offenbar ist die Schule doch nicht nur und immer die Hölle auf Erden. Seien wir realistisch: Die Abschläge, die Frühpensionäre seit Jahren hinnehmen müssen, dürften grundsätzlich den Rückgang ausgelöst haben. Doch auch wenn vor 20 Jahren nicht jede Dienstunfähigkeit alternativlos war, reichen Erklärungen dieser Art nicht aus, nach dem Motto: Typisch, wenn’s ans Geld geht, ist die Jammerei schnell vergessen. Nein, wer Lehrer im Beruf halten will, muss ihnen Wertschätzung entgegenbringen. Das gilt für das Ministerium, für Kollegen, Eltern und uns alle – und klingt abstrakter, als es ist. Sehr konkret ist der Bedarf nach mehr Flexibilität. NRW ist mit Teilzeitmodellen auf dem richtigen Weg, kann jedoch sicher noch mehr tun. Eins der teuersten, aber auch zuverlässigsten Mittel gegen Frust und Krankheit schließlich ist eine auskömmliche Lehrerversorgung. Da allerdings hat das Land noch viel Arbeit vor sich.

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