Kein Gipfelsturm

Frankfurt (ots) – Die Bundesregierung hat noch Zeit, bevor eine Bilanz der ersten 100 Tage gezogen werden kann. Doch es lässt sich bereits feststellen, dass die große Koalition mäßig aus den Startlöchern gekommen ist. Und dass die Beteiligten dazu neigen, sich gegenseitig ein Bein zu stellen. Oder gelegentlich der Einzelne sich selbst. Die innerkoalitionäre Sabotage, insbesondere ein Werk der CSU, wirkt auf viele Menschen im Land abschreckend. Die Selbstbeschädigung, seit Jahren eine Paradedisziplin der SPD, erscheint mal fast schon komisch, mal fürchterlich traurig. Aber nie überzeugend. Neunmalkluge fragen jetzt womöglich: Wen wundert’s? Tatsächlich hat ja jeder vorher gewusst, dass die Konstellation schwierig ist. In der CDU hat bereits längst der Kampf um die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel begonnen. Die einstmals so stolze SPD weiß, dass ihr Überleben auf dem Spiel geht. Und die CSU? Sie interessiert sich für nichts als die bayerische Landtagswahl in diesem Herbst.

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