Trumps Ego-Trip Kommentar von Dirk Hautkapp

Berlin (ots) – Amerikas Präsident arbeitet seine To-Do-Liste aus dem Wahlkampf gnadenlos ab. Mit seiner Vorschlaghammer-Politik hat er das von Brückenbauer Obama inspirierte diplomatische Gemeinschaftswerk zwar noch nicht vollständig zertrümmert. Aber einem raschen Tod auf Raten ausgesetzt. Ohne eine Alternative zu bieten. Ein verantwortungsloser Fehler. Anstatt Teheran auf Augenhöhe an den Verhandlungstisch zu holen, wird die Blutgrätsche aus Washington die klerikalen Hardliner stärken. Am Ende steht nicht mehr Stabilität, sondern die Gefahr eines militärischen Flächenbrands. Trumps Ego-Trip ist nicht zuletzt eine Absage an das Prinzip Wandel durch Annäherung. Adressat: Europa. Die Bittsteller-Besuche von Macron und Merkel waren für die Katz. Nach 15 Monaten Trump im Weißen Haus ist der transatlantische Graben noch breiter geworden.

Quellenangaben

Textquelle:BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/53614/3938784
Newsroom:BERLINER MORGENPOST
Pressekontakt:BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Alles andere als stabil – Leitartikel zu Grün-Schwarz Ravensburg (ots) - Basta-Politik ist nicht der Stil von Thomas Strobl. Dass er innerhalb weniger Tage zwei Mal auf den Tisch gehauen hat, lässt zum zweiten grün-schwarzen Hochzeitstag tief blicken. Der CDU-Landesvorsitzende und Innenminister hat beim Parteitag vergangenen Samstag mit scharfen Worten seine Gegner in der Landtagsfraktion aufgefordert: "Hört auf mit diesen Spielchen!" Klartext redete er auch am Mittwoch im Landtag und griff FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke scharf an. Strobl hat verstanden, was die Stunde geschlagen hat. Entweder er zeigt endlich Führungsstärke und geht Konflik...
Keine Werbung für die Post Berlin (ots) - Kurzform: Wie gesund Angestellte sind, hängt vor allem von den Arbeitsbedingungen ab. Eine Übernahme in unbefristete Beschäftigung von vergleichsweise scharfen Bedingungen abhängig zu machen, schadet der Post letztendlich selbst. Auch sie kann kein Interesse daran haben, kranke und unzufriedene Mitarbeiter zu beschäftigen. Hinzu kommt: Schon der befristete Job allein und die Sorge um eine ausbleibende Verlängerung sorgen dafür, dass die Paketfahrer sich über die Maßen anstrengen werden. Warum also noch zusätzlichen Druck aufbauen durch strenge gesundheitliche Vorgaben? Ob solche...
Kommentar zu Oettingers Plänen zum EU-Haushalt Stuttgart (ots) - Soll die Zuweisung von EU-Mitteln an die Einhaltung rechtsstaatlicher Kriterien gekoppelt werden? Günter Oettinger schlägt genau das vor. Es wäre eine entscheidende Ausweitung der Kampfzone im Ringen um die demokratische Zukunft Europas, auch wenn es derzeit "nur" um die Sanktionierung von zwei Mitgliedstaaten geht: Polen und Ungarn. In beiden Ländern regieren rechtsnationale Autokraten mit autoritären Ambitionen. Vor allem in Polen, das wie kein zweites Land von EU-Subventionen profitiert hat, ist der Aufschrei laut. Einem Haushalt à la Oettinger werde die Regierung auf kein...
Tags: