Mehrheit der Deutschen: „Der Staat behindert Integration“

Mainz (ots) –

Fast die Hälfte aller Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund sehen in der Rolle staatlicher Stellen den Hauptgrund für Integrationsprobleme. Nur eine Minderheit glaubt, dass Integration von Einheimischen oder von Migranten und Flüchtlingen behindert werde. Das geht aus einer aktuellen, repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts inftratest dimap im Auftrag des SWR Bürgertalks „mal ehrlich …“ hervor.

Danach meinten 46 Prozent der rund 1000 Befragten, dass beim Staat, also bei Ämtern und Behörden, die Gründe für Probleme bei der Integration von Migranten und Flüchtlingen zu finden seien. Nur 10 Prozent der Befragten sehen die Gründe für Integrationsprobleme bei den Einheimischen, 15 Prozent bei Migranten und Flüchtlingen. Die Umfrageergebnisse fallen bei Deutschen mit und bei Deutschen ohne Migrationshintergrund nahezu identisch aus.

Große Unterschiede zeigt die SWR Umfrage dagegen bei den Anhängern unterschiedlicher Parteien. Anhänger von Union (43 Prozent), SPD (44 Prozent) und Grünen (45 Prozent) liegen beim Blick auf den Staat und seine behindernde Rolle bei der Integration deutlich hinter den Anhängern von AfD (66 Prozent), FDP (57 Prozent) und Linke (53 Prozent).

Die Ergebnisse der Umfrage zeigt der SWR in seinem Bürgertalk „mal ehrlich … was bedeutet Integration?“ am Mittwoch, 9. Mai, ab 22 Uhr im SWR Fernsehen. Zu Gast bei Moderator Florian Weber sind Nese Erikli, Landtagsabgeordnete der Grünen aus Konstanz, sowie der AfD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Münzenmaier aus Mainz.

Bürgerinnen und Bürger, die Interesse haben, bei der nächsten Sendungen dabei zu sein, wenden sich bitte per Mail an mal-ehrlich@swr.de oder info@encanto.tv. Am 23. Mai 2018, ab 22 Uhr, wird über „mal ehrlich … pflegende Angehörige am Limit?“ diskutiert.

Fotos auf ARD-Foto.de

Quellenangaben

Bildquelle:obs/SWR – Südwestrundfunk
Textquelle:SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/7169/3938804
Newsroom:SWR - Südwestrundfunk
Pressekontakt:Sibylle Schreckenberger
Tel. 06131 929 32755

sibylle.schreckenberger@SWR.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Statement Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen … München (ots) - "Es ist mehr als bedauerlich, dass sich die USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurückziehen. Internationale Spannungen führen zu Verunsicherung und das ist negativ für die Wirtschaft. Langsam war der wirtschaftliche Motor mit dem Iran zum Laufen gekommen. Im Jahr 2017 lag das bayerische Exportvolumen im Iran bei 356 Millionen Euro. Das ist mit einer Steigerung von gut 29 Prozent im Jahr 2017 und von gut 20 Prozent in den ersten beiden Monaten in 2018 ein sehr dynamisches Wachstum, wenn auch auf niedrigem Niveau. Dieser Aufschwung ist jetzt gefährdet. Die vbw hatte im Septemb...
Entwicklung in Korea Halle (ots) - Es ist das Verdienst von Präsident Moon, dem Norden diesen Zugang zu Friedensgesprächen zu eröffnen. Er hat bei Donald Trump vehement dafür geworben, eine Lösung im Dialog zu suchen statt den Norden durch Kriegsdrohungen - oder gar einen Angriff - in die Knie zwingen zu wollen. Er war es auch, der kurz nach seinem Amtsantritt die Bereitschaft zum Gespräch signalisiert hat. Das war eine Kehrtwende im Vergleich zur Nordkoreapolitik seiner Vorgängerin. Nur so konnte Kim die Hand ausstrecken, ohne eine Abweisung fürchten zu müssen. Im Ergebnis kann einer der gefährlichsten Konf...
70 Jahre Israel im WDR: Programmschwerpunkt im Radio und Fernsehen Köln (ots) - Israel feiert den 70. Jahrestag seiner Staatsgründung. Der WDR blickt mit einem umfangreichen Programm im Radio und im Fernsehen auf dieses Ereignis, das die Nachkriegszeit wie kaum ein zweites prägte. Den Auftakt im TV bildet die Dokumentation "Israel - Geschichte einer Staatsgründung". Der Film spannt den Bogen vom Ende des 19. Jahrhunderts, als Theodor Herzl die Idee eines Staates für die Juden entwickelte, über die britische Mandatszeit, den UN-Teilungsplan von 1947 und die Staatsgründung im Mai 1948 bis hin zum Sechs-Tage-Krieg 1967, den Historiker heute die "zweite Geburt Is...