Signal des Friedens

Hagen (ots) – Man soll den Katholikentag nicht vor dem Ende loben. Dennoch ist das Treffen der Christen in Münster zur Halbzeit ein Erfolg. Mehr als 50000 Besucher auf über 1000 Veranstaltungen – das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Die Sorge beim ersten Blick in das Programm, dass das Treffen vor allem harmlose Unterhaltung, Event, Folklore und zugleich Stress ist – sie ist unbegründet. Denn in der Gesamtheit von ernsten politischen sowie theologischen Debatten und jungem buntem Leben schaffen es die Veranstalter, ein wohltuend positives und entspanntes Bild des Christentums zu zeichnen. Sie zeigen, dass Glaube, Kirche und Religion bei aller Ernsthaftigkeit Spaß machen können und eine Leichtigkeit haben. Noch größer wäre der Erfolg, wenn von der Veranstaltung am Ende tatsächlich ein starkes Friedenssignal ausginge, wie vom münsterischen Bischof Felix Genn erhofft. Wenn die Bürger dem Imperativ „Suche Frieden“ nicht nur im privaten und persönlichen Umfeld folgen würden, und der Katholikentag sie motivieren könnte, sich nicht nur über Donald Trump zu empören, sondern endlich wieder lautstärker für den Frieden zu engagieren.

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