Steigende Trinkwasserpreise Schaden für Mensch und Umwelt Stefan Boes

Bielefeld (ots) – NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sagte diese Woche über die konventionelle Landwirtschaft: „Die Entscheidung darüber, ob diese Form der Tierhaltung die richtige ist, ist eine Entscheidung der Verbraucher.“ Was für eine Fehleinschätzung! Denn das Problem mit der zunehmenden Nitrat-Belastung im Wasser ist eng mit den Folgen der konventionellen Tierhaltung verbunden, zudem seit Jahren bekannt und eindeutig Sache der Politik. 2016 wurde Deutschland von der EU wegen mangelnden Grundwasserschutzes verklagt. Schuld daran ist die Überdüngung mit Gülle und Mist. Sicher sind das auch Altlasten früherer landwirtschaftlicher Praktiken. Viele Landwirte arbeiten heute mit Pflanzenbauberatern zusammen, um nicht mehr als nötig zu düngen. Trotzdem: Kommt mehr Nitrat in die Böden als die Pflanzen aufnehmen, gelangt es in das Grundwasser und schadet Mensch und Umwelt. Dieses Problem ist real und verursacht immer höhere Kosten, weil die Aufbereitung von Trinkwasser aufwendiger wird. Damit zahlt der Verbraucher die Kosten einer verfehlten Agrarindustrie-Politik. Grüne Politik ist derzeit weder in der Landes- noch in der Bundesregierung angesagt. Die Nitrat-Belastung und die drohende Preissteigerung des Wassers nicht zu bekämpfen, ist Arbeitsverweigerung. Verbraucher sind nicht dazu da, Politik zu machen. Von diesem Gedanken sollten sich Politiker, zumal solche in Regierungsverantwortung, bitte verabschieden.

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