Mittelplatz Kommentar von Mario Thurnes zur CSU

Mainz (ots) – Rechts von der Union darf es keine Partei geben. Das war das Mantra des Übervaters der CSU, des 1988 verstorbenen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß. Und spätestens seit die AfD im Bundestag sitzt, zeigt sich, warum er dies immer und immer wieder vorgebetet hat: Auf dem Mittelplatz zwischen SPD, Linken und Grünen zur einen und eben der AfD auf der anderen Seite behagt es der Union nicht. Damit tut sich die CDU schwer, die CSU erst recht. Zumal die – auch ein Mantra vergangener Tage – die „Hoheit über die Stammtische“ braucht, um weiterhin in Bayern absolute Mehrheiten einzufahren. Einen „harten Kampfkurs gegen die AfD“ will die CSU nun fahren, wie es in einem Strategiepapier heißt. Auch verbal rüstet die Partei auf und belegt den politischen Gegner mit dem schlimmsten Schimpfwort, das es zwischen Aschaffenburg und Ruhpolding gibt: „unbayerisch“. Ob’s was hilft? Schon die Ergebnisse bei der Bundestagswahl waren deutlich schlechter, als es die CSU gewohnt ist. Der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer hat in der Flüchtlingskrise zwar immer mal nach rechts geblinkt, ist dann aber brav als Merkels Beifahrer dem Kurs gefolgt. Unabhängig von Inhalten: Die Wähler mögen es nicht, wenn ein Politiker anders redet, als er handelt. Ob der CSU Wortscharmützel mit der AfD also wirklich helfen, ist eher zu bezweifeln. Zumal sie im Bund und in Bayern in der Regierung ist. Stattdessen sollten sich die Nachfolger Strauß‘ wieder auf eine Politik besinnen, die modern ist, aber auch von der konservativen Kernklientel akzeptiert wird.

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