Lokales zum Lauschen: Wie Lokalzeitungen mit Podcasts experimentieren

Bonn (ots) – In Amerika sind Podcasts von Tageszeitungen der große Hype, sie erreichen Millionen Hörerinnen und Hörer. In Deutschland hingegen beginnen die Verlage erst, damit zu experimentieren. Die drehscheibe, das Magazin für Lokaljournalisten der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, hat nachgefragt, was sich die Redaktionen davon erhoffen.

Der Augsburger Allgemeinen kam es zupass, dass in Bayern gerade der Wahlkampf beginnt. Das sei ein „sehr guter Zeitpunkt“, um den Podcast „Bayernversteher“ zu starten, sagt Chefredakteur Gregor Peter Schmitz. Die erste Folge erreichte 600 Zuhörer, und da das Projekt „ohne jede Werbung“ gestartet sei, sei das sehr zufriedenstellend. Kurzfristig strebe man eine vierstellige Hörerzahl an.

Auch der Podcast der Berliner Zeitung ist Chefsache. Seit Mai 2017 präsentiert Jochen Arntz jeden Freitag ab sechs Uhr „Berlin Mitte – Hier spricht der Chefredakteur“. Der Podcast sei nicht in erster Linie dafür gedacht, um mit Werbung Geld zu verdienen, ergänzt Arntz, sondern um Werbung zu machen – für die Zeitung.

Im Norden lud der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (SHZ) zu „Schnack & Thumby“ ein. Nach 21 Folgen war aber Schluss: Die Hörerzahl habe „sich nicht so entwickelt, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Online-Redakteur Maximilian Matthies. „Vielleicht haben wir unsere Zielgruppe nicht genug an die Hand genommen“, meint Matthies.

Entmutigen lassen will man sich beim SHZ-Verlag aber nicht. Der digitale Wandel erfordere es, mit Projekten zu experimentieren, deren Erfolg sich naturgemäß nicht planen lasse, sagt Matthies. Audio-Formate wollen die Flensburger jedenfalls auch künftig produzieren.

Selbst wenn also noch nicht alles läuft: Ein Anfang mit Podcasts im Lokalen ist gemacht.

Zum ganzen Artikel: www.bit.ly/podcasts-drehscheibe

Quellenangaben

Textquelle:bpb: Bundeszentrale für politische Bildung, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/50373/3943019
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