Tote an Israels Freudentag

Düsseldorf (ots) – Die Gründung des jüdischen Staats vor 70 Jahren ist für Israel ein Freudentag, die Palästinenser dagegen beklagen ihn als ihre größte Katastrophe. Das ist nicht neu. Dass nun ausgerechnet dieser Jahrestag in einem Blutbad endet, hat vor allem damit zu tun, dass spätestens seit Donald Trumps Entscheidung, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, die Hoffnung der Palästinenser auf einen eigenen Staat so gut wie erloschen ist. Was sich da am Grenzzaun zum Gazastreifen abspielt, ist eine zynische Inszenierung der Hamas, die Israel den Tod geschworen hat. Aber sie wäre wohl nicht möglich, ohne dieses Gefühl der wütenden Ohnmacht unter den Palästinensern. Man sollte mit Ratschlägen gegenüber einem Land, das sich Zeit seiner Existenz von Todfeinden umringt sah, sehr vorsichtig sein. Aber viel zu lange schon haben die Betonköpfe auf beiden Seiten ihre Alles-oder-Nichts-Politik betrieben. Viele Israelis haben sich mit dem Status quo arrangiert, aber ist das die Normalität, nach der sie sich sehnen? Ihr Land ist militärisch stark wie nie, und gerade deswegen sollte es einen neuen Anlauf nehmen, um mit den Palästinensern zu einem Deal zu kommen – gerade angesichts der wachsenden Bedrohung aus dem Iran.

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