Absage an die Hip-Hop-Gruppe „187 Strassenbande“ vor dem Asta-Sommerfestival in Paderborn

Bielefeld (ots) – Die Frage, was Kunst darf und deckt, ist allemal spannend und der Diskurs längst überfällig. Denn machen wir uns nichts vor: Um herabwürdigende Texte in angesagter Musik zu finden, muss man nicht lange suchen. Dass nach dem Eklat bei der Echo-Verleihung noch mal bewusster hingesehen wird, was von manchen Künstlern in dieser Hinsicht dargeboten wird, kann nicht schaden. Im Gegenteil: Letztlich setzen vor allem die Konsumenten mit ihrer Kaufentscheidung den Rahmen – auch für kalkulierte Grenzüberschreitungen im Hip-Hop.

Eine Diskussion darüber tut nicht nur einer Hochschule, sondern auch der Gesellschaft gut. Allerdings haben einige Gegner von »187 Strassenbande« die Absage an die Rapper mit Mitteln erzwungen, die ebenso wenig tolerierbar sind wie die von ihnen angeprangerten Textzeilen. Die Botschaft, die die enttäuschten Fans von »187 Strassenbande« empfangen haben, ist nun nicht die, die gewaltverherrlichenden Songs kritischer zu hinterfragen. Überspitzt formuliert ist es vielmehr genau die falsche: Mit Androhung von Gewalt erreicht man auch sein Ziel.

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