Gabriels Zug – Leitartikel von Miguel Sanches

Berlin (ots) – Sigmar Gabriel, früherer Umwelt-, Wirtschafts- und Außenminister, soll in den Verwaltungsrat des deutsch-französischen Zugherstellers Siemens Alstom berufen werden. Als Wirtschaftsminister hatte Gabriel die Synergien von Siemens und Alstom befürwortet; „große Chancen“ sah er 2014 voraus.

Nun zahlen sich die alten Kontakte aus: Siemens schlägt ihn für den Verwaltungsrat vor. Aus einem Ex-Minister wird ein Siemensianer. Darf er das? Soll er das? Ja, er darf. Nein, er sollte es nicht, es ist kein kluger Zug. Etwas mehr Abstand, zeitlich wie zum Metier, wäre besser gewesen; Gabriel hätte sich damit unangreifbar gemacht.

In der Demokratie werden Ämter und Mandate auf Zeit vergeben. Wer nur weit genug kommt und sich lang genug hält, steht früher oder später vor der Drehtür zur Wirtschaft. Wie der Wechsel aussieht, ob argwöhnisch eine Interessenverquickung vermutet werden kann, ob das Ganze ein Geschmäckle hat, wird schnell verdrängt.

Altkanzler Gerhard Schröder hatte nach seinem Wechsel vom Kanzleramt in den Aufsichtsrat einer Pipelinegesellschaft mal gesagt, das sei seine Freiheit, wer meine, das kritisieren zu müssen, „der kann mich mal“. Gabriel wird die Aufregung erst recht nicht nachvollziehen können. Er wird sich sagen, dass der Aufsichtsrat nur vier Mal im Jahr tagt, und es weiß Gott kein Vollzeitjob ist.

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