Ministerin Prien will duale Ausbildung in Hörakustik weiterhin unterstützen | Campus Hörakustik …

Lübeck / Mainz (ots) –

Wir werden „die Berufliche Bildung am Campus Hörakustik mit ihrem Modellcharakter weiterhin unterstützen“, so lautet die Botschaft von Ministerin Karin Prien, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, nach ihrem Besuch auf dem Campus Hörakustik in Lübeck. Er ist die zentrale Ausbildungsstätte des Gesundheitshandwerks Hörakustik in Deutschland und empfing die Ministerin am 16. Mai 2018.

Der Campus Hörakustik besteht aus der Akademie für Hörakustik (afh) und der Bundesoffenen Landesberufsschule für Hörakustiker und Hörakustikerinnen (LBS). Über die Gesellenausbildung hinaus bietet die Akademie Meisterkurse und Weiterbildungen an. Außerdem kooperieren afh und LBS mit der Fachhochschule Lübeck und der Universität zu Lübeck für die Bachelor- und Masterstudiengänge in der Hörakustik.

Der Bund und das Land Schleswig-Holstein haben bereits in den Wirtschaftsmotor Handwerk und damit in die duale Ausbildung als zukunftsfähiges Modell investiert. Auf ihrem Rundgang durch die Akademie für Hörakustik (afh) machte sich Ministerin Karin Prien ein umfassendes Bild vom Ausbildungsmodell der Hörakustik und von der einzigartigen Ausstattung der afh.

Bildungsministerin Karin Prien hob hervor, dass der Campus Hörakustik in Schleswig-Holstein sie vor allem mit seiner Angebots-Vielfalt beeindrucke. „Sie bilden hier in Schleswig-Holstein vorbildlich ab, was das Berufsfeld braucht“, sagte die Ministerin. Sie betonte, Schulabgängerinnen und Schulabgänger hätten alle Möglichkeiten, den Beruf des Hörakustikers zu lernen, sich darüber hinaus weiterzubilden und sich damit beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. „Von der dualen Ausbildung über das Studium bis hin zur Promotion ist alles möglich. Das macht Ihnen niemand so schnell nach“, sagte Prien im Gespräch mit dem Präsidium.

Sie freue sich über die bundesweite Anerkennung, die der Campus Hörakustik erfahre. „Der Campus steht für ein ausgesprochen vielfältiges, durchlässiges Bildungsangebot und ein anhaltend hohes Engagement der dualen Partner und Wirtschaft für den Ausbildungsstandort Lübeck. Das ist zukunftsweisend, daher werden wir die Berufliche Bildung am Campus Hörakustik mit ihrem Modellcharakter weiterhin unterstützen“, so die Botschaft von Ministerin Prien.

Aktuell lernen rund 3.200 Auszubildende das Handwerk, davon rund 60 Prozent Frauen, und über 50 Prozent mit Abitur. Die Hörakustik bietet mit 100-prozentiger Arbeitsplatzgarantie eine sichere Zukunft. Die Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha), Marianne Frickel, freute sich über das Interesse der Ministerin. „Wir werden dieses Zentrum weiter ausbauen, und das mit der Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein. Damit sichern wir die Zukunft der Branche, was wiederum den ca. 5,4 Millionen Schwerhörigen in Deutschland zu Gute kommt. Nur eine bundesweit einheitliche, qualitativ hochwertige Ausbildung kann beste Versorgungsergebnisse sichern.“ Gerade die Bündelung des Wissens an einem Ort – Lübeck – „ermöglicht es uns, jederzeit auf die kurzen Innovationszyklen der Branche zu reagieren und immer auf aktuellstem Stand zu lehren.“

Das Ausbildungskonzept ist internationaler Exportschlager. Jedes Jahr besuchen Audiologen aus teilweise über 40 Nationen den Campus Hörakustik in Lübeck, um sich über die Ausbildungsmethoden zu informieren. Bildungsabkommen bestehen mit China, der Türkei und Israel, mit Ägypten, Katar und Jordanien.

Zum Hintergrund Hörakustiker-Handwerk: In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit, Tendenz steigend. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit etwa 6.400 Hörakustiker-Betrieben und ca. 15.000 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk etwa 3,5 Millionen Menschen in Deutschland mit qualitativ hochwertigen, volldigitalen Hörsystemen. Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) KdöR vertritt die Interessen der Hörakustiker in Deutschland.

Quellenangaben

Bildquelle:obs/Bundesinnung der Hörakustiker KdöR/biha 2018
Textquelle:Bundesinnung der Hörakustiker KdöR, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/70547/3946472
Newsroom:Bundesinnung der Hörakustiker KdöR
Pressekontakt:Dr. Juliane Schwoch
schwoch@biha.de

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