BDI-Präsident Kempf zur EU-Datenschutz-Grundverordnung: Datenschutz darf nicht zum …

Berlin (ots) – – Datensouveränität statt Datensparsamkeit – Rechtsunsicherheit für viele Unternehmen – Unternehmen beklagen hohe Kosten und Bürokratie

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat die Politik und Aufsichtsbehörden vor einer zu rigiden Anwendung des neuen Datenschutzrechts gewarnt. Dies verhindere sonst innovative, datengetriebene Geschäftsmodelle. „Keinesfalls darf Datenschutzrecht zum Innovationshemmnis und Standortnachteil werden“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Sonntag anlässlich der bevorstehenden EU-Datenschutz-Grundverordnung, die ab dem 25. Mai gilt.

„Bürokratie und massive Rechtsunsicherheit dürfen Unternehmen nicht von ihren eigentlichen Aufgaben abhalten“, betonte der BDI-Präsident. Unternehmen benötigten klare und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen im Datenschutz sowie rechtssichere und handhabbare globale Standards. „Um das Datenschutzrecht weiterzuentwickeln und gleichzeitig das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Bürger zu sichern, ohne Innovationen zu verhindern, reicht das Prinzip der Datensparsamkeit nicht aus. Ein zukunftsgerichtetes Datenschutzrecht muss das Prinzip der Datensparsamkeit durch ein Prinzip der Datensouveränität ersetzen.“

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung sei nach jahrelangen Verhandlungen ein Meilenstein für einen einheitlichen europäischen Datenschutz. „Es ist eine große Leistung, nun erstmalig über einen gemeinsamen Datenschutzstandard für alle Unternehmen in Europa zu verfügen“, unterstrich Kempf. Nun ist sicherzustellen, dass kein Datenschutz-Flickenteppich in Deutschland und Europa entstehe, etwa durch eine unterschiedliche Praxis der Aufsichtsbehörden.

Die neuen Regeln stellten Unternehmen vor eine große Herausforderung. Rechenschaftspflichten kosteten Ressourcen, Zeit und Geld. Dazu komme, Verarbeitungsverzeichnisse zu erstellen, Prozesse in der Produktentwicklung anzupassen und zusätzliche Informations- und Löschpflichten zu berücksichtigen.

Quellenangaben

Textquelle:BDI Bundesverband der Deutschen Industrie, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/6570/3948197
Newsroom:BDI Bundesverband der Deutschen Industrie
Pressekontakt:BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
Email: presse@bdi.eu
Internet: http://www.bdi.eu

Das könnte Sie auch interessieren:

Großraum statt Einzelzelle: So klappt’s im Open Office München (ots) - Münchner Beratungsunternehmen CSMM erklärt, wie Open Offices gelingen - Betriebsrat und Mitarbeiter sollten früh in Kommunikation und Entscheidungen einbezogen werden - Büroknigge für Telefongespräche und Austausch wichtig Sollen Großraumbüros im Arbeitsalltag funktionieren, müssen Unternehmen bei der Umsetzung viele Besonderheiten beachten. "Das Großraumbüro als Konzept ist deutschlandweit weiter auf dem Vormarsch - unabhängig von der Branche. Damit Mitarbeiter gern im Großraumbüro arbeiten und die Vorteile von offenen Arbeitslandschaften zum Tragen kommen, müssen Unternehmen ...
Mobility-Merger: Tank & Rast-Gruppe übernimmt fromAtoB Berlin (ots) - Ab sofort werden die fromAtoB-Internetportale von der zur Tank & Rast-Gruppe gehörenden Pinion Digital GmbH betrieben. Das Berliner Start-up-Team, das hinter fromAtoB steht, bleibt bestehen. Mit der Tank & Rast-Gruppe kann fromAtoB, Deutschlands führender und unabhängiger Online-Vergleichsdienst für Züge, Flüge, Fernbusse und Mitfahrgelegenheiten, einen starken Partner gewinnen, der das fromAtoB-Team darin unterstützt, das Produkt für seine Kunden weiter zu verbessern und auszubauen. Die multimodale Reisevergleich- und Buchungsplattform fromAtoB hat einen neuen Eigentüme...
MONITOR: Bundesregierung spart jährlich 25 Milliarden durch Herunterrechnen der Hartz IV-Sätze Köln (ots) - Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren den Regelsatz für Hartz IV-Empfänger systematisch nach unten gerechnet - mit weitreichenden Folgen auch für Rentner und Einkommenssteuerzahler. Nach Berechnungen des ARD-Politmagazins MONITOR spart sie damit insgesamt 25 Milliarden Euro pro Jahr (Das Erste, 17.5.2018, 21.45 Uhr) Der Regelsatz für erwachsene Hartz IV-Empfänger beträgt 416 Euro im Monat. Ein Betrag, der den wenigsten Empfängern auch "ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben" ermöglicht, wie es das Bundesverfassungsgericht eigen...