Facebook führt die EU-Parlamentarier vor

Düsseldorf (ots) – Das Scheitern kam mit Ansage: Knapp einen Monat, nachdem Facebook-Chef Mark Zuckerberg dem US-Kongress wegen des Datenskandals Rede und Antwort gestanden hatte, bemüßigte er sich auch nach Brüssel, um EU-Politikern zu erklären, welche Konsequenzen er aus dem Skandal ziehen werde. Statt mehreren Stunden wie in den USA nahm er sich knapp 90 Minuten Zeit, statt sich allen Parlamentariern zu stellen, sprach er vor einem ausgewählten Grüppchen, statt wenigstens deren Fragen komplett zu beantworten, brach er mit Verweis auf die Zeit ab und versprach lediglich, den Rest nachzuliefern. Wer verstehen wollte, warum US-Digitalkonzerne so wenig Respekt vor europäischen Gesetzen haben, der fand in dem unterwürfigen Auftritt von EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani die Antwort. Denn während europäische Konzerne wie VW in den USA bei Ärger zu Kreuze kriechen müssen, lässt man Zuckerberg mit einem dünnen Auftritt durchkommen. Das ist beschämend für die EU, an deren wirtschaftlicher Bedeutung kein US-Digitalkonzern vorbeikommt. Das sollte man deren Chefs spüren lassen. Bei Zuckerberg wurde die Chance verpasst – aber leider kommt die nächste Gelegenheit bestimmt.

www.rp-online.de

Quellenangaben

Textquelle:Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/30621/3950127
Newsroom:Rheinische Post
Pressekontakt:Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Das könnte Sie auch interessieren:

Kölnische Rundschau: zum Militärschlag in Syrien Köln (ots) - Symbolischer Akt Sandro Schmidt zum Militärschlag in SyrienDie Luftangriffe der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf Ziele in Syrien waren vor allem eines: ein symbolischer Akt. Getroffen wurden nach Angaben der Westmächte das Forschungszentrum in Barsah, in dem chemische und biologische Kriegstechnologie erforscht und produziert worden sein soll, sowie eine Lagerstätte für Chemiewaffen nahe Homs. Tote gab es keine zu beklagen, russische Interessen wurden nicht unmittelbar tangiert. Die Botschaft: Man will dem Regime von Baschar al-Assad - und anderen Diktatoren - den bar...
Russland Halle (ots) - Der Impuls nach dem Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter ist verständlich. Hilflos ist die Aktion Deutschlands und seiner Verbündeten dennoch. Und bei manchem entschlossenen Ausweiser drängt sich der Verdacht auf, es könnte sich um ein willkommenes Ablenkungsmanöver von eigenen Schwierigkeiten handeln. US-Präsident Donald Trump etwa hat es sonst ja nicht so mit multilateralen Aktionen. Deutlich und unfreundlich wird Russland nun also darauf hingewiesen, es möge sich an der Aufklärung des Giftanschlags entschiedener beteiligen als mit de...
Wohnungsfertigstellungen 2017: Fertigstellungszahlen bleiben mit 284.800 deutlich hinter den … Berlin (ots) - Die Zahl der Wohnungsfertigstellungen lag 2017 bei 284.800. Damit wurden lediglich 7.100 Wohnungen mehr fertiggestellt als ein Jahr zuvor (+2,6%). Dies ist zwar das höchste Niveau seit 15 Jahren, die Zahl der Fertigstellungen bleibt damit aber weit hinter den Erwartungen vieler Experten von 310.000 zurück. Die Entwicklung bei den Mehrfamilienhäusern fällt zwar deutlich positiver aus: Die Fertigstellungen von neuen Wohnungen sind um 6,7 % angezogen und erreichten mit 122.800 den höchsten Stand seit 2000. Aber auch diese Zahl bleibt hinter den Erwartungen zurück und reicht nicht a...
Tags: