Loveparade

Bielefeld (ots) – Es ist gar nicht so schwer, sich in die Lage der 21 Elternpaare zu versetzen, die am 24. Juli 2010 ihre Kinder bei der Loveparade in Duisburg verloren haben. Was müssen diese Mütter und Väter fühlen, wenn sich der Veranstalter Rainer Schaller knapp acht Jahre nach der Katastrophe erstmals vor Gericht einlässt – nicht als Angeklagter, sondern als Zeuge? Es macht auch Menschen wütend, die nicht betroffen sind, wenn Schaller sagt: »Es ist selbstverständlich, dass ich die moralische Verantwortung übernehme.« Schallers Verantwortung und die des damaligen Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland ist nicht moralisch. Sie ist echt. Diese beiden Männer sind keine Sündenböcke für die Öffentlichkeit, sondern bleiben die Hauptverantwortlichen für die Katastrophe. Dass die Staatsanwaltschaft nicht willens oder nicht in der Lage war, sie wegen fahrlässiger Tötung anzuklagen, wirft kein gutes Licht auf die Justiz. Noch schlimmer ist, dass es siebeneinhalb Jahre bis zum Prozessbeginn gedauert hat. Wenn das kein Skandal ist, was dann?

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