Mehr als 200 Kandidaten für neue Pflegekammer in Niedersachsen

Osnabrück (ots) – Mehr als 200 Kandidaten für neue Pflegekammer in Niedersachsen

Verdi-Landeschef: Eklatanter Eingriff in die Berufsfreiheit – Pflegekammer-Chefin: Können Einfluss nehmen

Osnabrück. Für die Wahl zur neuen niedersächsischen Pflegekammer haben sich 206 Kandidaten aufstellen lassen, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Freitag) berichtet. Ab dem 13. Juni stellen sie sich zwei Wochen lang der Briefwahl von rund 46.500 wahlberechtigten Pflegekräften in Niedersachsen. 31 Sitze soll die Kammerversammlung künftig umfassen. Die Wahl gilt als Gradmesser, denn viele Pflegekräfte, aber auch Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände lehnen die Pflegekammer ab.

Verdi-Landesleiter Detlef Ahting sagte im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir bleiben dabei: Eine Pflegekammer löst kein Problem in der Pflege.“ Es brauche vielmehr eine Verbesserung bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen. „Die verpflichtende Mitgliedschaft der examinierten Pflegekräfte in einer Pflegekammer ist ein eklatanter Eingriff in die grundgesetzlich geschützte Koalitions- und Berufsfreiheit.“ Legitim wäre das nur dann, wenn die Vorteile der Mitgliedschaft überwögen. Das sei bei der Pflegekammer nicht ersichtlich.

Pflegekammer-Chefin Katrin Havers verteidigte die Einrichtung im Gespräch mit der „NOZ“ und verwies auf den Auftrag der Pflegekammer: „Wir haben die Versorgung pflegebedürftiger Menschen sicherzustellen und sie vor unsachgemäßer Pflege zu schützen. Darauf können wir Einfluss nehmen, indem wir selbst Konzepte dazu entwickeln. Da geht es zum Beispiel um ethische Standards, Gestaltung von Weiterbildungen und Qualitätskriterien.“ Die Vorsitzende des Vorstandes des Kammer-Errichtungsausschusses fügte hinzu: „Wenn innerhalb unserer Berufsgruppe eine Idee von Selbstverwaltung entstanden ist, können wir auch besser nach außen wirken und wirklich etwas verändern“, sagt Havers.

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