Kramp-Karrenbauer will Struktur und Ausstattung des Bamf überprüfen

Bremen (ots) – CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer will nach der möglicherweise unberechtigten Erteilung von mindestens 1200 Asylbescheiden durch die Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) „Struktur und Ausstattung“ der Behörde überprüfen. Es stelle sich die Frage nach der internen Kontrolle. „Es ist nicht damit getan, durch die schnelle Entlassung der einen oder anderen Führungskraft ein Signal zu setzen“, sagte die 55-jährige Saarländerin dem WESER-KURIER (Sonntagausgabe). Deshalb sei es ja richtig, dass derzeit auch andere Außenstellen überprüft werden. „Fakt ist aber auch, dass die Menschen erwarten, sich auf die Entscheidungen im Bundesamt verlassen zu können“, betonte Kramp-Karrenbauer. Der Vertrauensschaden, der durch die Ereignisse in Bremen eingetreten sei, gehe weit über das Bamf hinaus.

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