Baugewerbe: Neuregelung zur Entsenderichtlinie ist überzogen

Berlin (ots) – Zu der am 28. Februar 2018 bekannt gewordenen Einigung im Trilogverfahren zur Neuregelung der Entsenderichtlinie erklärte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa:

„Die neuen Regelungen sind in der Praxis schwer zu kontrollieren. Ursprünglich war es Ziel der Entsenderichtlinie den „Arbeitnehmern ein Mindestmaß an Schutz“ zukommen zu lassen. Nun werden neben dem Mindestlohn weitere Vergütungsbestandteile in die Richtlinie einbezogen. Dieses steht dem ursprünglichen Ziel der Richtlinie entgegen.

Wir stellen in der Praxis fest, dass die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) bereits heute nicht in der Lage ist, die Einhaltung des Mindestlohns flächendeckend zu kontrollieren. Wie wird das erst aussehen, wenn die FKS die Einhaltung weiterer Vergütungsbestandteile wie z.B. Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge kontrollieren soll?

Wir sind sehr dafür, dass entsandte Arbeitnehmer zu denselben Lohnkosten auf deutschen Baustellen arbeiten wie unsere heimischen Facharbeiter. Da aber die Sozialabgaben wie auch die Steuerbelastung für ausländische Arbeitnehmer weiterhin deutlich niedriger sind als für deutsche Beschäftige, wird dieser Zustand auch mit der geänderten Entsenderichtlinie nicht erreicht werden.“

Jetzt muss der Richtlinientext noch im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden; dann haben die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit, die Richtlinie in das deutsche Recht zu überführen.

Quellenangaben

Textquelle:ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/33001/3956743
Newsroom:ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe
Pressekontakt:Dr. Ilona K. Klein
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
Telefon 030-20314-409
Fax 030-20314-420
eMail klein@zdb.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Quotient eröffnete neuen Campus in der Nähe von Edinburgh Edinburgh, Schottland (ots/PRNewswire) - Der Allan-Robb-Campus wurde für die Produktion, Forschung, Entwicklung und das Management von Quotient konzipiert Quotient gab heute die offizielle Eröffnung seines hochmodernen Allan-Robb-Campus innerhalb des Scottish Enterprise BioCampus vor den Toren Edinburghs bekannt. (Photo: https://mma.prnewswire.com/media/665275/Quotient_Allan_Rob b_Campus.jpg ) Franz Walt, Interim Chief Executive Officer von Quotient, sagte: "Neben Forschung, Entwicklung und Management wird der Allan-Robb-Campus unsere Reagenzienherstellung beherbergen und weitere Kapazitäten z...
Junge Familien profitieren trotz KfW-Verschärfung – Mit staatlichen Förderungen auf dem Weg ins … Hamburg (ots) - Der Traum von den eigenen vier Wänden beschäftigt Viele. Da sich die Zinsen seit längerer Zeit auf einem historisch niedrigen Niveau befinden, befeuert dies zusätzlich die Überlegungen. Und spätestens wenn Paare Nachwuchs erwarten - oder der Kinderwunsch bereits vor Kurzem in Erfüllung gegangen ist - erscheint die Anschaffung eines Eigenheims sowohl aus räumlichen Gründen aber auch im Hinblick auf die eigene Altersvorsorge als ein konsequenter und richtiger Schritt. Vor allem jungen Familien erschwert das Fehlen von genügend Rücklagen oftmals die Verwirklichung des Vorhabens. "...
Neue GDI-Studie „Microliving – Urbanes Wohnen im 21. Jahrhundert“ Rüschlikon (ots) - Wohnen hat tausend Gesichter: Kaum eine der 4'351'846 Wohnungen in der Schweiz gleicht der anderen. Zu unterschiedlich sind die Werte, Lebensstile, Möglichkeiten und Wünsche der einzelnen BewohnerInnen. Wohnen widerspiegelt den sozialen und kulturellen Zustand ganzer Gesellschaften, und es passt sich sukzessive dem Menschen an. Die im Auftrag des Projektentwicklers iLive (Schweiz) AG erstellte neue GDI-Studie "Microliving - Urbanes Wohnen im 21. Jahrhundert" untersucht diesen Wandel des Wohnens und identifiziert sechs Wohntrends: - Collective Diversity: Wohnformen differenzi...
Tags:,