„Precision Farming“ – Der smarte Landwirt der Zukunft (AUDIO)

Lemgo (ots) –

Anmoderationsvorschlag:

Fahrerlose Mähdrescher, die mithilfe von GPS schnurrgerade Bahnen ziehen. Drohnen, die Sturmschäden auf den Feldern melden und vollautomatisierte Maschinen, die den Landwirten beim gezielten Düngen ihrer Felder helfen. Hört sich an wie Science-Fiction, ist aber dank der voranschreitenden Digitalisierung in der Landwirtschaft schon längst Realität. „Precision Farming“ nennt sich das Ganze – und so heißt auch ein neuer, bundesweit einzigartiger Studiengang an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Jessica Martin berichtet.

Sprecherin: Die Landwirtschaft wird – genau wie die Industrie – immer mehr durch die Digitalisierung geprägt. Nehmen wir beispielsweise mal einen Mähdrescher bei der Ernte auf dem Feld.

O-Ton 1 (Professor Dr. Jürgen Krahl, 38 Sek.): „Dann haben wir sehr häufig den Fall, dass es dort einige Flächen gibt, in denen viel geerntet wird und vielleicht ein paar Meter weiter wird etwas weniger geerntet. Wenn der Mähdrescher diese Daten aufnimmt, dann weiß im Jahr darauf der Dünger-Streuer, an welcher Stelle er vielleicht etwas mehr oder auch an welcher Stelle er etwas weniger Düngemittel einsetzen kann. Und das Gleiche kann man auch für Pestizide betrachten. Es gibt Bereiche, da muss mehr gespritzt und an anderen Seiten muss weniger gespritzt werden. Und insofern hat die Digitalisierung der Landwirtschaft auch einen direkten positiven Einfluss auf die Umwelt.“

Sprecherin: Sagt der Präsident der Hochschule Ostwestfalen-Lippe Professor Dr. Jürgen Krahl und erklärt, warum man nur dort ab dem kommenden Wintersemester ‚Precision Farming‘ studieren kann:

O-Ton 2 (Professor Dr. Jürgen Krahl, 44 Sek.): „Das Thema ‚Industrie 4.0‘ ist etwas, was wir an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe seit vielen Jahren sehr erfolgreich betreiben. Wir haben das Thema aus der Industrie dann verlegt in die Lebensmittelherstellung. Da gibt es ein großes bei uns angelegtes Projekt mit dem Thema ‚Smart Food Technology‘. Und jetzt war es im Grunde genommen folgerichtig, wenn wir die Lebensmittelproduktion digital abbilden, dass wir auch einen Studiengang im vorgelagerten Feld anbieten, nämlich dann die Digitalisierung in der Landwirtschaft. Und so kann man dann tatsächlich Lebensmittel von der Aussaat bis zur Verpackung oder bis zum Kunden hin nicht nur monitoren, sondern man kann diese dann auch optimieren.“

Sprecherin: Davon werden am Ende nicht nur die Verbraucher profitieren, sondern selbstverständlich auch alle, die sich jetzt für den neuen Studiengang entscheiden.

O-Ton 3 (Professor Dr. Jürgen Krahl, 37 Sek): „Der Landwirt von morgen muss wettbewerbsfähig sein, und deshalb muss er auch die Komponenten der Digitalisierung und natürlich auch den Umgang mit den vielen Daten, die erzeugt werden, beherrschen. Die Erfolgsaussichten, wenn man hinterher den Studiengang ‚Precision Farming‘ erfolgreich im Bachelor und dann vielleicht sogar noch im Master abgeschlossen haben wird, sind aus meiner Sicht wirklich sehr groß – und es ist komplementär zu dem, was bisher gelehrt wird. Er ersetzt also nicht den klassischen Landwirt, sondern er weitet das Feld auf, so wie wir das in anderen Bereichen der Industrie auch finden.“

Abmoderationsvorschlag:

Wenn Sie sich für das innovative und zulassungsfreie „Precision Farming“-Studium an der Hochschule OWL interessieren: Sie können sich noch bis zum 15. Juli 2018 zum Wintersemester einschreiben. Weitere Informationen dazu gibt’s im Netz unter www.hs-owl.de/precisionfarming.

Quellenangaben

Textquelle:Hochschule Ostwestfalen-Lippe, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/130540/3956956
Newsroom:Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Pressekontakt:Julia Wunderlich
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Ostwestfalen-Lippe
University of Applied Sciences
Liebigstraße 87 – 32657 Lemgo
Telefon (05261) 702 2510
E-Mail: pressestelle@hs-owl.de

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