Theologe Seewald sieht Annäherung der Bischöfe im Streit über Kommunion für Protestanten – …

Köln (ots) – Im Streit zwischen den deutschen Bischöfen über eine Zulassung evangelischer Ehepartner zur Kommunion warnt der Münsteraner Theologe Michael Seewald vor einem „Abgleiten in Doppelmoral“. Gegner und Befürworter einer geplanten pastoralen Handreichung, die die Teilnahme an der Kommunion im Ausnahmefall ermöglichen würde, lägen erstaunlicherweise gar nicht so weit auseinander, sagte der Dogmatik-Professor dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag-Ausgabe). Beide Seiten in der Bischofskonferenz seien der Ansicht, dass es im Einzelfall auch für evangelische Christen möglich sein soll, zur Kommunion zu gehen. Die Mehrheit der deutschen Bischöfe wolle diese Praxis aus dem Graubereich herausholen. Die Minderheit hingegen sei der Meinung, dass eine regulierte Ausnahme keine Ausnahme mehr sei. „Das ist für mich kaum nachvollziehbar“, so Seewald. „Wenn man möglichst genau beschreibt, wann und unter welchen Umständen eine Ausnahmeregelung greift, bleibt die Ausnahme doch immer noch eine Ausnahme, und wird nicht zur Regel.“ Das Motto „Machen könnt ihr viel, so lange es nirgendwo aufgeschrieben wird“, scheine ihm „langfristig weder theologisch noch pastoral eine empfehlenswerte Strategie zu sein“, sagte Seewald weiter.

Quellenangaben

Textquelle:Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/66749/3959961
Newsroom:Kölner Stadt-Anzeiger
Pressekontakt:Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080

Das könnte Sie auch interessieren:

Eurovision Song Contest Bielefeld (ots) - Manch einer mochte seinen Augen da kaum trauen: vier Mal zwölf Länder-Jury-Punkte für Deutschland, gleich noch zehn Mal zehn als zweithöchste Anerkennung obendrauf, Nullrunden selten. Und eine Deutschland zuträgliche Stimmung dann auch noch beim Televoting... Wer hätte das gedacht, nachdem die deutschen ESC-Beiträge der vergangenen drei Jahre nur peinliche letzte oder vorletzte Plätze gebracht hatten? Michael Schulte hat mit seinem schönen vierten Platz die Wunden der deutschen ESC-Fans geheilt, ihnen das Herz geöffnet. Der Punktesegen von vielen ...
EU-Terminvorschau vom 21. bis 27. Mai 2018 Berlin (ots) - Montag, 21. Mai EU-weit: Grüne Woche der EU 2018 (bis 25.05.)Während der diesjährigen Grünen Woche der EU (https://www.eugreenweek.eu/de) sollen Wege aufgezeigt werden, wie die EU den Städten dabei helfen kann, bessere Orte zum Leben und Arbeiten zu schaffen. Unter Berücksichtigung der politischen Entwicklungen in den Bereichen Luftqualität, Lärm, Abfall und Wasserbewirtschaftung werden partizipatorische Ansätze für Stadtentwicklung, Vernetzungsprogramme und Instrumente für den Austausch bewährter Verfahren, die Einbeziehung lokaler Behörden und Bürger sowie die Förderung ihr...
Michael Schulte wird Vierter beim Eurovision Song Contest So macht der ESC wieder Spaß! Lena … Bielefeld (ots) - Germany - Zero Points. Der Klassiker in den vergangenen Jahren. Deutschland landet mit irgendeinem längst vergessenen Möchte-gern-Ohrwurm auf den hinteren Plätzen. Oder gar auf dem allerletzten Rang. Das Bild war oft das gleiche: Die osteuropäischen Länder schieben sich die Punkte gegenseitig zu, und bedanken sich artig bei den Moderatoren für einen "unglaublich tollen, phänomenalen Abend". Und die Deutschen gehen leer aus. Genauso war es. Und genauso haben es alle wieder erwartet. Seit Lena Meyer-Landruths Sieg lief es nicht mehr. ESC-Fieber adé. Warum also sollte es dieses ...
Tags: