Theologe Seewald sieht Annäherung der Bischöfe im Streit über Kommunion für Protestanten – …

Köln (ots) – Im Streit zwischen den deutschen Bischöfen über eine Zulassung evangelischer Ehepartner zur Kommunion warnt der Münsteraner Theologe Michael Seewald vor einem „Abgleiten in Doppelmoral“. Gegner und Befürworter einer geplanten pastoralen Handreichung, die die Teilnahme an der Kommunion im Ausnahmefall ermöglichen würde, lägen erstaunlicherweise gar nicht so weit auseinander, sagte der Dogmatik-Professor dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag-Ausgabe). Beide Seiten in der Bischofskonferenz seien der Ansicht, dass es im Einzelfall auch für evangelische Christen möglich sein soll, zur Kommunion zu gehen. Die Mehrheit der deutschen Bischöfe wolle diese Praxis aus dem Graubereich herausholen. Die Minderheit hingegen sei der Meinung, dass eine regulierte Ausnahme keine Ausnahme mehr sei. „Das ist für mich kaum nachvollziehbar“, so Seewald. „Wenn man möglichst genau beschreibt, wann und unter welchen Umständen eine Ausnahmeregelung greift, bleibt die Ausnahme doch immer noch eine Ausnahme, und wird nicht zur Regel.“ Das Motto „Machen könnt ihr viel, so lange es nirgendwo aufgeschrieben wird“, scheine ihm „langfristig weder theologisch noch pastoral eine empfehlenswerte Strategie zu sein“, sagte Seewald weiter.

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