Undurchschaubar Kommentar von Martin Korte zum Tierwohl-Label

Hagen (ots) – Transparenz ist wichtig – sagen immer alle. Beim Thema Tierwohl heißt das: Die Verbraucher sehen, wie und wo das Produkt entstanden ist, das sie sich in den Einkaufwagen werfen. Anscheinend legen immer mehr Kunden vor allem beim Fleisch-Kauf Wert auf diese Informationen. Sonst würde der Handel nicht reagieren. Es gibt bereits zahlreiche sogenannte Gütesiegel. Zum Beispiel das der Initiative Tierwohl, das von der Landwirtschaft ins Leben gerufen wurde. Bald soll zusätzlich (oder anstatt?) noch ein staatliches Label auf den Markt kommen. Genaues weiß man noch nicht; der Weg durch die politischen Instanzen ist lang. Lidl hat gerade einen vierstufigen Haltungskompass eingeführt. Stufe 1: Stallhaltung; entspricht den gesetzlichen Vorgaben. Stufe 4; Bio, also teurer. Wenn viele Ähnliches tun, aber eben nicht Dasselbe, dann trägt das nicht zur Transparenz bei, sondern zur Verunsicherung. Der Handel war bisher nicht in der Lage, sich gemeinsam und umfänglich auf verbindliche Standards zu einigen. Erst jetzt mischt sich die Politik ein – viel zu spät. Edeka hat übrigens neulich ein deutsches Suppenhuhn für 99 Cent verkauft. Für das Tierwohl dürfte bei diesem Preis nicht viel übrig bleiben. Wir lieben Lebensmittel…

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