Schutz vor einer Radikalisierung von Jugendlichen

Frankfurt am Main (ots) – Religiös begründeter Extremismus findet nach Angabe des Bundesfamilienministerums in Deutschland unter jungen Menschen immer mehr Anhänger. Nicht nur Jugendliche mit Migrationshintergrund fühlen sich von diesen Ideologien, dem versprochenen Gemeinschaftsgefühlt und dem Lebensstil angezogen. Um junge Menschen vor einer Radikalisierung zu schützen, hat das Ministerium Anfang März das Programm „Jugendsozialarbeit an Schulen“ gestartet.

Der Internationale Bund ist bereits seit vielen Jahren mit zahlreichen Aktionen und Projekten in der Extremismusprävention aktiv. Dazu zählt unter anderem die Kampagne „Schwarz-Rot-Bunt. IB für Demokratie und Akzeptanz“, die vor rund 15 Jahren gestartet worden ist. Außerdem ist der IB einer der großen Träger im Bereich der Jugendmigrationsdienste.

Seit dem 1. März ist der IB dank seines Ansehens im Bereich der Migrationsarbeit und Extremismusprävention an 40 von 167 Standorten des neuen Bundesvorhabens „Jugendsozialarbeit an Schulen“ vertreten. Aktuell läuft noch die Vorbereitungsphase, in der die Standorte auf ausgewählte Schulen zugehen und gemeinsam an einem Präventionskonzept arbeiten. Ab dem kommenden Schuljahr beginnt die intensive Präventionsarbeit mittels Gruppenangeboten und Workshops. Unterstützt werden die Standorte dabei durch Partner der politischen Bildung. Der IB betreibt auch die trägerübergreifende Fachstelle mit Sitz in Berlin. Aufgabe ist der Aufbau und die Umsetzung des Projekts.

Die Jugendmigrationsdienste des IB sind fachlich erfahren und bestens in den jeweiligen Regionen vernetzt. Sie werden ihre Kooperationen etwa mit der Schulsozialarbeit, der Politischen Bildung oder der Streetwork nutzen, um die in sie gesetzte Erwartung bei der Präventionsarbeit zu erfüllen. So trägt der IB direkt und indirekt zur Förderung von Demokratie und Zivilgesellschaft bei. „Das in uns gesetzte Vertrauen ist ein Beleg für die große Anerkennung unserer Arbeit in der Vergangenheit“, sagt der IB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar. „Seit Gründung des IB im Jahr 1949 war es immer unser Ziel, Menschen bei der Eingliederung in die Gesellschaft zu unterstützen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Wir haben so zur Stabilität und zum friedlichen Miteinander von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen beigetragen. Ich bin überzeugt davon, dass uns das auch im Rahmen dieses Programmes gelingen wird“, so Fojkar.

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