Heimatlos Kommentar zu Seehofers Männerrunde in Berlin

Regensburg (ots) – Was hat Horst Seehofer sich dabei bloß gedacht? Nichts vermutlich – das ist ja das Schlimme. Hat der neue Bundesheimatminister für sein – noch dazu um zwei Stellen aufgestocktes – Team tatsächlich keine Top-Frauen finden können? Wahrscheinlicher ist: Er hat nicht nach ihnen gesucht. Das ist erbärmlich angesichts der Tatsache, dass die Koalition vollmundig die Gleichberechtigung ausruft und hehre Ziele formuliert: „Dem öffentlichen Dienst kommt für die Gleichstellung von Frauen und Männern eine Vorbildfunktion zu. Wir wollen daher die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Leitungsfunktionen des öffentlichen Dienstes bis 2025 erreichen“. So steht’s im Koalitionsvertrag. Irgendjemand sollte ihn Horst Seehofer bei Gelegenheit vorlesen. Das uniforme Bild, das die neun Anzugträger abgeben, ist gewollt. Seehofer hat Getreue um sich geschart. Die Heterogenität der Menschen, denen er dient, hat er ganz offensichtlich nicht im Blick. Deshalb wollen und werden Frauen bei diesem Minister keine Heimat finden.

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