Spahn für mehr Pflegekräfte aus dem Ausland

Düsseldorf (ots) – Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will mehr Pflegekräfte aus dem Ausland holen und die Anerkennung von Abschlüssen beschleunigen. „Pflegekräfte aus unseren Nachbarländern einzuladen, ist die nächstliegende Option“, sagte Spahn der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Innerhalb der EU gebe es die Arbeitnehmerfreizügigkeit, sagte Spahn. „Bei der Anerkennung von Abschlüssen für Pflegekräfte und Ärzte müssen wir allerdings noch schneller werden“, betonte er. Manchmal seien Ärzte und Pflegekräfte über Monate, teils sogar über Jahre im Land und könnten nicht loslegen, weil das Verfahren zur Anerkennung sich so ziehe. Selbstverständlich müsse die ausländische Qualifikation gleichwertig mit der deutschen sein, das gehöre gründlich geprüft. „Wir sollten aber mit den Bundesländern die Überprüfungen deutlich beschleunigen.“ Spahn verwies auch auf sein geplantes Gesetz für 8000 zusätzliche Pflegestellen. „Die größte Herausforderung wird es werden, diese Arbeitskräfte dann auch tatsächlich zu finden“, sagte der CDU-Politiker. Schon heute gebe es 17.000 offene Stellen. „Wir werden intensiv dafür werben, dass ausgebildete Pflegekräfte, die aus diesem Beruf ausgeschieden sind, zurückkommen. Zudem müssen wir die Ausbildungskapazitäten weiter hochfahren und den Beruf attraktiver machen, etwa durch flächendeckende Tarifbezahlung.“

www.rp-online.de

Quellenangaben

Textquelle:Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/30621/3904938
Newsroom:Rheinische Post
Pressekontakt:Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Das könnte Sie auch interessieren:

Umfrage: Mehrheit der Deutschen für solidarisches Grundeinkommen Berlin (ots) - Berlin - Eine große Mehrheit der Deutschen spricht sich für ein solidarisches Grundeinkommen für Langzeitarbeitslose aus, wie es vom Berliner Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) gefordert wird. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Civey im Auftrag des "Tagesspiegels" (Donnerstagausgabe). Auf die Frage: "Sollte jeder Langzeitarbeitslose in Deutschland das Recht auf eine gemeinnützige, steuerfinanzierte Beschäftigung zum Mindestlohn erhalten?" antworteten 61,8 Prozent der Befragten mit "Ja, auf jeden Fall" oder mit "Eher ja". 26 Prozent äußerten sich ...
Kriegsgeheul Kommentar zur Eskalation in Syrien Mainz (ots) - Wer sperrt diesem Präsidenten endlich seinen Twitter-Zugang? Trumps Hetze gegen Minderheiten und politische Gegner ist das unerträgliche Eine. Sein lustvolles Heraufbeschwören eines kriegerischen Konflikts zwischen den USA und Russland ist dagegen noch einmal etwas Anderes. Wie kann man so dumm sein, den Gegner dermaßen zu provozieren, dass eine Eskalation fast nicht mehr ausgeschlossen werden kann? Das bedeutet nicht, dass die USA, Großbritannien und Frankreich den vermeintlichen Giftgasangriff des syrischen Regimes auf die Rebellenhochburg Duma nicht mit einer Zerstörung der en...
WDR-Magazin WESTPOL: Deutlich mehr Reichsbürger in NRW – Zuwachs um rund 25 Prozent im vergangenen … Köln, 06.05.2018 (ots) - Die Zahl der Reichsbürger in Nordrhein-Westfalen hat sich in den vergangenen sechs Monaten deutlich erhöht. Noch Ende 2017 ging der NRW-Verfassungsschutz von etwa 2200 Reichsbürgern aus. Inzwischen wird die Szene bereits auf 2750 Personen geschätzt. Dies geht aus aktuellen Berechnungen des NRW-Verfassungsschutzes hervor, die dem WDR-Magazin WESTPOL vorliegen. Die Sicherheitsbehörde erklärt den Anstieg unter anderem mit höherer Aufmerksamkeit und besserer Beobachtung der Reichsbürger-Szene. Verfassungsschutz-Chef Burkhard Freier warnt im WESTPOL-Interview vor einer wac...
Tags: