Mehr als ein Markt – Zum drohenden Aufnahmestopp in NRW-Pflegeheimen

Hagen (ots) – Ein starkes Stück: 15 Jahre haben die Pflegeheimbetreiber in NRW Zeit gehabt, um die Einzelzimmerquote von 80 Prozent zu erreichen – 550 haben es trotzdem nicht geschafft. Und nun warnt der Verband der privaten Betreiber vor Versorgungsengpässen wegen eines Belegungsstopps. Als ob ganz plötzlich übertriebene Auflagen gemacht würden. Dabei werden viel zu wenige Auflagen gemacht. Dass Investoren aus aller Welt Milliarden in den deutschen Pflegemarkt stecken, dass Immobilien, Betreiber und Heimketten häufig die Besitzer wechseln, liegt daran, dass mit Alten und Kranken viel Geld zu verdienen ist. Und wo die Rendite im Vordergrund steht, wird an den Kosten gespart. Besonders an den Personalkosten. Und die Bezahlung ist nur ein Grund für den Arbeitskräftemangel: Unzureichende personelle Besetzung schafft Arbeitsdruck, der oft verhindert, was den Pflegeberuf wertvoll macht: menschliche Nähe, Trost und Zuspruch. Für ausländische Fachkräfte ist Deutschland deshalb wirklich nicht erste Wahl, wie die Stiftung Patientenschutz anmerkt. Die Schaffung besserer Arbeitsbedingungen wird viel Geld und Anstrengung kosten. Doch die Pflegebedürftigen haben es verdient. Und wahrscheinlich war die Privatisierung doch keine so gute Idee.

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