Arbeitgeberpräsident fordert „grundlegendes Update“ des Arbeitszeitgesetzes

Düsseldorf (ots) – Die Pläne der großen Koalition zur Flexibilisierung der Arbeitszeitregeln gehen nach den Worten von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer nicht weit genug und an den Bedürfnissen der Wirtschaft vorbei. „Die deutsche Wirtschaft braucht mehr als bloße Experimentierräume, wir fordern mit Nachdruck ein grundlegendes Update des Arbeitszeitgesetzes“, sagte Kramer der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Die starren Regulierungen im Arbeitszeitgesetz zur täglichen Höchstarbeitszeit und zur Ruhezeit passen nicht mehr in die betriebliche Realität und den internationalen, durch Globalisierung und Digitalisierung getriebenen Wettbewerb“, erklärte der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA). Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hatte in der „Rheinischen Post“ den neuen Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) aufgefordert, die gesetzlichen Arbeitszeitregeln zu lockern. Aus Arbeitgebersicht ist wegen der Digitalisierung der starre Acht-Stunden-Tag ohnehin bereits überholt, da Arbeitnehmer jederzeit online tätig werden können. Der Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht die Einführung von Experimentierklauseln in Tarifverträgen vor. Das geht den Arbeitgebern aber nicht weit genug. „Für die Ruhezeiten benötigen wir erweiterte, gesetzliche Öffnungsklauseln für Tarifverträge“, sagte Kramer. „Es geht nicht darum, Arbeitnehmer durch Gesetz zu Mehrarbeit zu verpflichten“, sagte Kramer. Änderungen des Arbeitszeitgesetzes würden tarifliche oder arbeitsvertragliche Regelungen nicht antasten.

Quellenangaben

Textquelle:Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/30621/3907072
Newsroom:Rheinische Post
Pressekontakt:Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Das könnte Sie auch interessieren:

Grundsteuer – Eine diffizile Reform Straubing (ots) - Es ist durchaus möglich, unterschiedlich genutzte Immobilien auch unterschiedlich zu besteuern. Dazu gibt es bereits ein Modell, das von vielen Seiten befürwortet wird. Es nennt sich Bodenwertmodell und sieht als Grundlage der Besteuerung im Wesentlichen Grund und Boden vor, die Bebauung spielt dagegen eine untergeordnete oder gar keine Rolle. Das wiederum bedeutet, dass beispielsweise unbebaute Grundstücke in besonders guten Lagen wesentlich höher besteuert werden können, als dies heute der Fall ist. Da solche Immobilien keinen Ertrag bringen, kann man sich versprechen, dass...
Gewerkschaft der Polizei sieht trotz Rückgang der Straftaten keinen Anlass für Entwarnung Osnabrück (ots) - Gewerkschaft der Polizei sieht trotz Rückgang der Straftaten keinen Anlass für Entwarnung GdP-Chef Malchow fordert jährlichen Sicherheitsbericht - "Wohnungseinbruch muss Kernthema der Politik bleiben" Osnabrück. Vor der Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik 2017 hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Politik vor voreiligen Schlussfolgerungen über eine bessere Sicherheitslage gewarnt. Der registrierte Rückgang der Straftaten in Deutschland sei kein Anlass für Entwarnung, sagte der GdP-Vorsitzende Oliver Malchow in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrück...
WDR 5 Stadtgespräch am 24. Mai auf dem Kölner Ebertplatz Dealer, Drogen, dunkle Ecken: Sind die … Köln (ots) - Sie liegen nur wenig entfernt von Geschäftszentren und Wohnvierteln: die Schmuddelecken der Großstädte. Hier wird gedealt, getrunken und aggressiv gebettelt - unter den Augen der Öffentlichkeit. Sind Polizei und Ordnungsämter machtlos gegen Drogenhändler und Kleinkriminelle? Was kann man gegen Angst-Räume unternehmen? Helfen mehr Polizeipräsenz und flächendeckende Videoüberwachung? Oder verdrängen sie die Szene nur ins nächste Stadtviertel? Was tun mit den vielen unterirdischen Passagen und Unterführungen, die in den 70er-Jahren für die "autogerechte Stadt" gebaut wurden? Darüber ...
Tags: