Immobilienfirmen drohen Bußgeldverfahren wegen fehlender Angaben im Transparenzregister

Hamburg (ots) – Einer Reihe von Immobilienfirmen drohen Bußgeldverfahren des Bundesverwaltungsamts wegen möglicher Verstöße gegen das im vergangenen Jahr neugefasste Geldwäschegesetz. Wie das Hamburger Magazin stern in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, haben Firmen wie die Berliner Intown-Gruppe möglicherweise die Pflicht zur Offenlegung ihrer Eigentümer in einem neuen staatlichen Transparenzregister missachtet.

Nach Recherchen des stern hat so die Intown Property Management GmbH gegenüber dem Register keine sogenannten wirtschaftlich Berechtigten angegeben. Bereits im Handelsregister hatte sie lediglich Firmen auf Zypern als Gesellschafter aufgeführt, keine natürlichen Personen. Ähnlich fehlen die Angaben im Transparenzregister auch für eine mit Intown verbundene weitere Berliner Firma, die den zwangsgeräumten Hannibal-Komplex in Dortmund kontrolliert. Intown-Geschäftsführer Sascha Hettrich sagte dem stern, aus seiner Sicht müssten „natürliche Personen im Ausland“ nicht im Transparenzregister angegeben werden.

Laut Bundesverwaltungsamt müssen hingegen Eigentümer im Ausland sehr wohl angegeben werden. Das Amt will auch im Fall einer weiteren Firma prüfen, ob „ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet“ werden muss. Hier geht es um die Pappelallee Potsdam Projektgesellschaft mbH & Co KG, die nach Vorstößen des Anwalts und Linken-Politikers Gregor Gysi eine Baugenehmigung für ein größeres Areal in Potsdam erlangt hatte. In ihrem Fall ist unklar, wer sich hinter ihrer in der Schweiz registrierten Mutterfirma verbirgt. Gysi verwies darauf, dass er hier lediglich für eine dritte Firma tätig geworden sei, die als „Dienstleister“ fungiert habe.

Der stern hatte für insgesamt 20 Firmen, bei denen die Eigentumsverhältnisse nicht klar schienen, Anträge auf Einsicht in das Transparenzregister gestellt. Nur in einem einzigen Fall war ein wirtschaftlich Berechtigter eingetragen. Er betrifft den iranisch-stämmigen Brite Farhad Ardavan Moshiri, der 95 Prozent einer Firma kontrolliert, der ein von der Corestate-Gruppe betriebenes neuerrichtetes Apartmenthaus für Studenten in Berlin gehört. Die Corestate-Gruppe ist dafür bekannt, dass sie den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff als Senior Advisor beschäftigt.

Diese Vorabmeldung ist nur mit der Quellenangabe stern zur Veröffentlichung frei.

Quellenangaben

Textquelle:Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/6329/3907097
Newsroom:Gruner+Jahr, STERN
Pressekontakt:Sabine Grüngreiff
Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation
Telefon
040 – 3703 2468
gruengreiff.sabine@guj.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Fachkräfte bis ins hohe Alter halten Oldenburg (ots) - Von einem Tag auf den anderen plötzlich Rentner zu sein und keine Aufgabe mehr zu haben: Mit diesem Gedanken konnte sich Eberhard Schmidt nicht anfreunden. Der 63-Jährige arbeitet seit über 35 Jahren als Ingenieur in einem großen Betrieb in Norddeutschland - und will dies auch nach Erreichen des Rentenalters weiterhin tun. Zugute kommt ihm dabei das im November 2016 verabschiedete Flexirentengesetz, das eine individuelle Gestaltung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand deutlich vereinfacht. Auch für seinen Arbeitgeber bieten die neuen Regelungen erhebliche Vorteile:...
Studie zeigt: Das sind die günstigsten und teuersten Städte Deutschlands Berlin (ots) - "Berlin ist zwar arm, aber trotzdem sexy" urteilte Klaus Wowereit, damals seit zweieinhalb Jahren Regierender Bürgermeister, am 6. November 2003 in einem Interview mit "Focus Money" über seine Stadt. Heute sieht die Situation anders aus: Berlin ist nicht mehr ganz so arm, sondern baut seit einigen Jahren Schulden ab. "Sexy" ist die nicht mehr ganz so neue Hauptstadt aber unverändert: 3,71 Millionen Menschen leben aktuell an der Spree - so viele wie seit dem Jahr 1944 nicht mehr. Und jedes Jahr ziehen Tausende Menschen neu nach Berlin. 41.300 "Neuberliner" zählte das Amt für Stat...
Beispielhaft sicher: Smart Lock von Nuki erhält AV-Sicherheitszertifikat Graz (ots) - Als erstes smartes Türschloss wird Nuki als "Safe Smart Home Product" ausgezeichnet GDer führende Anbieter von nachrüstbaren, smarten Zutrittslösungen in Europa übernimmt auch im Bereich Sicherheit eine Vorreiterrolle. So hat das Grazer Unternehmen seine Nuki Combo, bestehend aus Smart Lock und Bridge, vom AV-TEST Institut umfangreich prüfen lassen und den Test in allen Bereichen erfolgreich bestanden. Das Einhalten aller Sicherheitsanforderungen anhand des aktuellen Testkatalogs bestätigt das AV-TEST-Siegel "Tested Smart Home Product". "Der Wunsch nach verifizierter Sicherheit is...