Timothy Garton Ash: Facebook könnte auf politische Werbung verzichten

Hamburg (ots) –

Keine politische Werbung und keine Wahlwerbung mehr auf Facebook – das fordert der Experte für Meinungsfreiheit, Timothy Garton Ash, in der aktuellen Wochenzeitung DIE ZEIT als Konsequenz des jüngsten Datenskandals. Das Soziale Netzwerk brauche „politische Werbung nicht für seinen Geschäftserfolg und könnte insofern darauf verzichten“. Wolle Facebook weiterhin Geschäfte mit Parteien machen, gebe es „gute Gründe, politische Werbung auch auf Facebook zu regulieren“, so der britische Intellektuelle. Wie das geschehen könne, sei offen, aber das Ziel klar: Facebook müsse „gerade in Wahlkampfzeiten eine Balance zwischen Redefreiheit auf der einen und einem fairen Wahlkampf auf der anderen Seite gewährleisten“. Denn: „Je mehr Menschen ihre Nachrichten über den Newsfeed erhalten, umso mehr ist von öffentlichem Interesse, nach welchen Kriterien diese sortiert werden.“

Die Äußerungen von Garton Ash fallen in eine Zeit, in der um die Folgen aus den jüngsten Facebook-Skandalen gerungen wird. So bereitet die EU-Kommission laut der Financial Times eine Regulierungsstrategie für Nachrichten auf sozialen Medien im Vorfeld der Wahlen zum EU-Parlament 2019 vor. Auch soll sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg am 10. April vor dem US-Kongress rechtfertigen.

Timothy Garton Ash ist Direktor des European Studies Center an der britischen Universität Oxford. In 2017 hat er den renommierten Karls-Preis in Aachen für seine Verdienste um die Demokratie in Europa erhalten. Ein Jahr zuvor veröffentlichte er den Welt-Bestseller „Redefreiheit. Prinzipien für eine vernetzte Welt“.

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